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Laufen und rollen für eine neue Ambulanz für Flüchtlinge in Dresden

Laufen und rollen für eine neue Ambulanz für Flüchtlinge in Dresden

Mit den Einnahmen eines großen Spendenlaufs unter dem Titel „Run and Roll – Dresden bewegt sich!“ am 4. Oktober soll die medizinische Versorgung von Flüchtlingen in Dresden und Ostsachsen deutlich verbessert werden.

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Ob zu Fuß oder auf Rollen: Mit dem Erlös des Spendenlaufs „Run and Roll – Dresden bewegt sich!“ wird eine Flüchtlingsambulanz eingerichtet.

Quelle: Stephan Lohse

Auf einer 5,7 Kilometer langen Strecke durch den Großen Garten können beim Spendenlauf nicht nur Läufer, sondern auch Skater, Rollstuhlfahrer, Kinderwagen-Schieber oder Radfahrer teilnehmen. Der Erlös der Veranstaltung wird vollständig für die Einrichtung einer spezialärztlichen Flüchtlingsambulanz gespendet. Veranstalter ist das Netzwerk „Dresden für Alle“ zusammen mit der Carl Gustav Carus Management GmbH. Die Schirmherrschaft übernehmen die Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, Petra Köpping (SPD), und der Dresdner Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP).

Die neue Flüchtlingsambulanz soll die Grundvoraussetzungen für eine effiziente allgemeine ambulante Versorgung von Flüchtlingen schaffen. In der Zeit bis zur Anerkennung des Asylverfahrens haben Flüchtlinge in Deutschland nur Anrecht auf eine Versorgung bei akuten Erkrankungen und Schmerzzuständen. Bei schweren Erkrankungen und komplexen Diagnosen erweist sich der Zugang für Flüchtlinge zu Spezialisten jedoch als schwierig. „Momentan sind spezialärztliche medizinische Behandlungen für geflüchtete Menschen mit einem sehr hohen Bürokratieaufwand verbunden“, sagt Dr. Rainer Ordemann, Oberarzt am Universitätsklinikum. Den Patienten bleibt oft nur der Weg in die Notaufnahme des Uniklinikums. Um diese zu entlasten, muss ein neues System her. Ziel ist es, den Zugang zu lebensnotwendiger Behandlung zu erleichtern.

Die neue Struktur soll verhindern, dass der einzige Zugang zu universitärer Versorgung über die Notaufnahme läuft. Das Konzept sieht einen „Flüchtlingslotsen“ vor, der  Anfragen von Ärzten entgegennimmt und sich um Formalitäten, wie zum Beispiel einen Dolmetscher, kümmert. Die Anfragen werden an geeignete Fachabteilungen weitergegeben und dort geprüft. Ordemann zeigt sich zuversichtlich, dass der Lotse in einigen Wochen seinen Dienst antreten wird.

Bis zum 1. Oktober kann man sich online für „Run and Roll“ anmelden. Der Lauf startet an der Kreuzung Karcherallee/Winterbergestraße und führt über eine 5,7 Kilometer lange Strecke um den Großen Garten herum. Fortbewegt wird sich entweder zu Fuß oder auf allem, was Rollen hat und nicht motorisiert ist. Die zwölf Euro Startgebühr gehen zu hundert Prozent in den Spendentopf, auch zusätzliche freiwillige Spenden sind über das Spendenkonto des Netzwerkes „Dresden für alle“ möglich.

www.runandroll.de

Juliane Weigt

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