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Landesbauernverband erwartet Ertragseinbußen durch Hochwasser

Landesbauernverband erwartet Ertragseinbußen durch Hochwasser

Sachsens Landwirte müssen mit Ertragseinbußen durch das Hochwasser rechnen. „Das ist sicher“, sagte Andreas Jahnel vom Sächsischen Landesbauernverband (SLB) in Dresden am Montag der Nachrichtenagentur dpa.

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Quelle: Thomas Lieb

„Wir werden auch eine späte Ernte haben.“ Mit großen Ausfällen wird vor allem bei den Sommersaaten von Gerste und Weizen gerechnet, die erst vor wenigen Wochen ausgebracht wurden.

 „Sie sind noch nicht aus dem Boden rausgekommen, verfaulen oder vergammeln nun, weil Wasser auf den Ackerflächen steht“, erklärte Jahnel. Das gleiche Problem gebe es beim Mais. Auch bereits höher stehende Wintergerste, -weizen und -roggen seien durch strömendes oder abfließendes Wasser gefährdet. Im Jahr 2002 hatte das Jahrhunderthochwasser in der sächsischen Land- und Forstwirtschaft Schäden von insgesamt 79 Millionen Euro verursacht.Mit erheblichen Einbußen rechnet der SLB auch bei Saisongemüsen wie Spargel oder Erdbeeren. „Beim Spargel haben wir aktuell sehr große Ausfälle, teilweise können die Bauern gar nicht auf ihre Felder“, sagte Vorstandsmitglied Tobias Krocke der dpa. Zwar sei die weitere Entwicklung schwer absehbar. Derzeit steige jedoch das Fäulnisrisiko an den Wurzeln.

„Gleichzeitig steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die Qualität der Produkte abnimmt“, sagte Krocke. Bei den Erdbeeren sei völlig unklar, ob in diesem Jahr überhaupt etwas geerntet werden könne.„Wir befürchten zudem Probleme mit Grünland“, sagte Jahnel. Das Gras konnte noch nicht als Futter geerntet werden. „Als es nach spätem Aufwuchs geschnitten werden sollte für Heu und Silage, kam der Regen.“ Ob es weitere Schäden gebe, müsse abgewartet werden. Momentan sei es schwierig, die Regionen überhaupt zu erreichen. Der Verband befürchtet etwa Verluste, wenn das Hochwasser abfließt und den Oberboden der Äcker mitnimmt. Sachsens Kornkammer, die Lommatzscher Pflege, liege zwar etwas höher und geschützt vor Fluten. „Die starken Niederschläge können dort aber Erosionen verursachen.“

dpa

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