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Lambertz steigt bei Dresdner Traditionsunternehmen Dr. Quendt ein

Lambertz steigt bei Dresdner Traditionsunternehmen Dr. Quendt ein

Das in finanzielle Schieflage geratene Dresdner Traditionsunternehmen Dr. Quendt hat einen neuen Besitzer. Gestern wurde offiziell verkündet, dass die Lambertz-Gruppe 51 Prozent der Anteile am größten Anbieter von Dresdner Stollen übernommen hat.

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Bäckermeister Heiko Nieß prüft im Kühlraum der Dr. Quendt KG in Dresden Rosinenstollen.

Quelle: Ralf Hirschberger, dpa

Was sich Lambertz-Inhaber Hermann Bühl-becker den Einstieg hat kosten lassen, wurde gestern nicht bekannt.

Die Firmengruppe Lambertz ist einer der führenden deutschen Gebäckhersteller für Jahres- und Saisonartikel. Sie vertreibt Gebäck, Kuchen, Kekse, Printen und Dominosteine. Zu den Produkten des 1688 in Aachen gegründeten Unternehmens gehören neben Produkte der Marke Lambertz auch Kinkartz, Weiss und Haeberlein-Metzger.

Die Dr. Quendt KG, bekannt als Dresdner Stollengroßbäckerei und als Hersteller von Russisch Brot, hatte zuletzt wegen finanzieller Schwierigkeiten von sich reden gemacht. Dem Vernehmen nach musste das Unternehmen ein 2,4-Million-Euro-Loch stopfen.

Der Geschäftsführende Gesellschafter Matthias Quendt hatte noch im Frühjahr die Geldsorgen gegenüber DNN mit Problemen bei der Inbetriebnahme einer neuen Verpackungsmaschine und gestiegenen Rohstoffpreisen begründet. Butter zum Beispiel sei um 38 Prozent teurer geworden, der Mandelpreis im Vergleich zu 2012 um 52 Prozent gestiegen.

Nun ist die Suche nach frischem Geld offenbar von Erfolg gekrönt. Ob dabei die Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Sachsen vermittelnd im Spiel war, blieb gestern offen. Fakt ist, dass sich Quendt hilfesuchend an den Freistaat gewandt hatte und bei den staatlichen Beteiligern mehrfach auf laufende Gespräche verwiesen wurde.

Dr. Quendt hatte zuletzt einen Umsatz von 20 Millionen Euro erzielt und ist neben den Dresdner Stollen vor allem bekannt für sein Russisch Brot und sein Eiweißschaumgebäck. Namensgeber Dr. Hartmut Quendt hatte das Unternehmen 1991 aus dem aufgelösten VEB Dauerbackwarenkombinats ausgegründet, 2006 hatte Matthias Quendt das Ruder übernommen. Unter seiner Leitung war der Einstieg in nahezu alle Vertriebskanäle und großen Handelsunternehmen in Ost- und Westdeutschland gelungen.

Matthias Quendt bleibt der gestrigen Mitteilung zufolge als Gesellschafter und Beirat im Unternehmen und wird weiterhin für die Firma tätig sein. "Die Portfolios von Lambertz und Dr. Quendt ergänzen sich perfekt, Sortimentsüberschneidungen gibt es nahezu keine. Besser geht es nicht", kommentierte er den Einstieg.

Bühlbecker will offenbar alle 150 Mitarbeiter von Dr. Quendt übernehmen , die, so hieß es gestern, bereits über die neuen Eigentumsverhältnisse informiert sind. Der Unternehmer erklärte zu seinem Engagement in Dresden: Damit "ist der Fortbestand der Firma sichergestellt, und wir werden alles tun, dass auf Basis der guten Auftragslage nicht nur alle vorhandenen Aufträge erfüllt, sondern auch zukünftige Wachstumspotenziale erschlossen werden. Herkunft und Tradition, gerade auch in Verbindung mit Familienunternehmen, werden auch in Zukunft von besonderer Bedeutung sein."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 19.06.2014

Barbara Stock

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