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Laien "löcherten" Dresdner Physiker im "Science Café"

Laien "löcherten" Dresdner Physiker im "Science Café"

Warum gibt's im Baumarkt immer noch keine Zeitmaschinen zu kaufen? Weshalb kann man durch Glas eigentlich durchgucken? Wie kam es, dass sich das Universum nach dem Urknall nicht gleich wieder selbst vernichtet hat? Wie findet man ein Higgs-Boson? Diese und andere Fragen haben sechs Physiker am Sonnabendnachmittag im "Science Café" in der Sächsischen Landes- und Uni-Bibliothek (SLUB) den Dresdnern zu beantworten versucht.

"Ich bin begeistert", sagte die 74-jährige Medizinerin Gerlinde Buck, die mit Physik-Professor Michael Kobel von der TU Dresden über Einstein, Religion und die kosmologische Konstante ins Plaudern gekommen war. "Endlich habe ich mal den ,Spin' verstanden!"

Ebenso wie für die Besucher der SLUB-Cafeteria war das Format auch für die Experten des TU-Instituts für Kern- und Teilchenphysik eine Premiere: Weil das europäische Teilchenforschungs-Zentrum CERN derzeit seinen 60. Geburtstag feiert, hatten die Forscher die Dresdner zu einer "CERN60"-Feierwoche eingeladen und dabei auch erstmals ein "Science Café" angeboten. Über eine Stunde lang nahmen sich die Wissenschaftler Zeit, um bei Espresso und Kuchen mit interessierten Laien zu plaudern, ihre teils kniffligen Fragen zu beantworten. Seniorin Burk zum Beispiel war gekommen, um mit den Fachleuten im "Grenzgebiet zwischen Physik, Philosophie und Religion" zu bohren. "Mir gefällt das sehr gut hier", sagte sie. Andere fragten natürlich nach der jüngsten CERN-Entdeckung, dem legendären "Higgs-Boson", das von manchen auch als "Gottesteilchen" bezeichnet wird.

"Unsere Forschungen sind nur wirklich sinnvoll, wenn wir sie so erklären, dass die Menschen sie verstehen können", beschrieb Prof. Kobel - der selbst an der "Weltantwortmaschine" im CERN forscht - sein Motiv, beim "Science Café" mitzumachen. Das sieht Jungphysiker Markus Bach ähnlich: In der Öffentlichkeit herrsche manchmal Skepsis, ob die enormen Summen für die physikalische Grundlagen-Forschung nicht besser in den Kampf gegen Hunger und Armut umgeleitet werden sollten, weiß er. "Die Erfahrung zeigt aber, dass die Menschheit auf lange Sicht enorm von den Früchten der Grundlagen-Forschung profitiert", betonte der 26-jährige Physiktheoretiker. "Deshalb will ich gern weitergeben, was wir herausfinden."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 13.10.2014

hw

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