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Lage an der Elbe in Dresden ist weiter ernst - Keine Entspannung

Lage an der Elbe in Dresden ist weiter ernst - Keine Entspannung

Die Situation im Hochwassergebiet der Elbe in Sachsen ist nach wie vor ernst. „Sinkende Pegelstände in den ersten Bereichen bedeuten keine Entspannung“, sagte Landespolizeipräsident Rainer Kann am Freitag in Dresden.

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Die Elbe steht weiter bei deutlich mehr als 8 Metern.

Quelle: Stephan Lohse

Zwar sinkt der Wasserstand in der Landeshauptstadt, das aber sehr langsam. Seit dem Höchststand am Donnerstagvormittag sank die Elbe in 24 Stunden um 20 Zentimeter.

Nach Angaben von Experten erlebt Dresden derzeit das drittgrößte Elbehochwasser aller Zeiten - nach 1845 (8,77 Meter) und der Flutkatastrophe 2002 (9,40 Meter).

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Der Freitagabend: Obwohl die Elbe noch deutlich über 8 Metern steht, ist die Lage in der Stadt ruhig.

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„Die Lage bleibt kritisch“, betonte auch der Hochwasserexperte im Umweltministerium, Martin Socher. Das Plateau in der Elbe falle nur langsam - etwa einen Zentimeter pro Stunde. Das bedeute, dass die Elbe in Dresden wohl erst in etwa sechs Tagen aus der Warnstufe 4 herauskommt. Der Schwerpunkt der Aufmerksamkeit liege neben der Sorge um die Betroffenen nun auf der Verteidigung der Deiche.

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Zudem verschärfe sich das Grundwasserproblem. „Die Grundwasserstände werden sich in den nächsten Tagen weiter erhöhen“, warnte Polizeipräsident Kann. An 83 Stellen im Land werde täglich gemessen - nahezu überall sei ein höheres Grundwasser beobachtet worden. Das gelte auch für Gebiete, die nicht überschwemmt seien. Dort sei der viele Regen des vergangenen Monats die Ursache. Besitzer von Häusern oder Grundstücken könnten seit Freitag unter www.grundwasser.sachsen.de eine Karte mit den aktuellen Werten abrufen.

Kann appellierte daher an die unzähligen freiwilligen und professionellen Helfer, auf die Grenzen ihrer Belastung zu achten. Nötig sei auch bei Anzeichen für Schwäche ein Auge auf seine Mitmenschen zu haben. Bisher sind Tausende Helfer entlang der Elbe in Dresden im Einsatz, um die Stadt bestmöglich vor den Fluten zu schützen. Zudem bereitet sich die Stadt langsam auf das Aufräumen vor. Für den Sonntag ist das LKW-Fahrverbot in Sachsen aufgehoben. Dresden und andere Städte im Umland haben bei der Landesdirektion beantragt, dass Geschäfte am Sonntag öffnen dürfen.

Hochwasser in Dresden – Die Elbe ist ganz langsam auf dem Rückzug - Entwarnung auf der Leipziger Straße

Das Bürgertelefon der Stadt unter der Rufnummer (0351) 488 76 66 bleibt wie die Koordinierungsstelle für Hilfsangebote unter Telefon 4 88 10 60 und (01 72) 3 67 07 00, am Wochenende geschaltet. Die Dresdner Abfallentsorgung bereitet sich nach Angaben der Stadtverwaltung auf viel Sperrmüll vor. Mit dem Vermerk „Abfall aus Hochwasser 2013“ können Bürger bereits eine Abholung beantragen.

Unterdessen nimmt die Leitstelle der Feuerwehr unter der Nummer 112 inzwischen Aufträge zum Leerpumpen von Kellern entgegen. Ob das aber möglich ist, werde im Einzelfall vor Ort geprüft. Gegebenenfalls müsse der Hauseigentümer einen Statiker hinzuziehen. Die Einsatzkräfte sind am Freitag am Moränenende, in Cossebaude, Steinstraße, Leipziger Straße, Schloss Pillnitz, Am Steinberg (Rückhaltebecken), Kongresszentrum und an der Neuen Messe im Einsatz um Deiche und Sandsackwälle zu kontrollieren und Wasser abzupumpen. Zudem teilte die Feuerwehr mit, dass an den Sandsackfüllplätzen Lockwitz und Cossebaude weiter Sandsäcke in Kleinmengen abgegeben werden. Zudem werden inzwischen auch an der Raststätte Dresdner Tor Sandsäcke an Privatleute abgegeben.

An den meisten Dresdner Schulen soll der Unterricht am Montag wieder regulär stattfinden. Die 10. Grundschule, die 95. Grundschule und die 64. Mittelschule sind jedoch vom Hochwasser schwer beschädigt worden. Hier werde an Auslagerungsstandorten gearbeitet. Weitere Einrichtungen kämpfen noch mit Grundwasser in den Kellern.

Zahlreiche Straßen sowie das Blaue Wunder und die Niederwarthaer Brücke sind noch gesperrt. Am Blauen Wunder wird die Sperrung allerdings genutzt, um auf der Rampe Asphaltarbeiten durchzuführen. 7000 Haushalte sind weiter ohne Strom, so die Drewag. 1200 Kunden konnten allerdings wieder zugeschaltet werden. Noch immer dürfen rund 1600 Dresdner nicht in ihre Wohnungen. Vor allem Gohlis und Cossebaude sind hier betroffen.

sl / dpa

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