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Labor findet nichts: Übelkeit bleibt ein Rätsel - Dresdner Stadträte fordern Aufklärung

Labor findet nichts: Übelkeit bleibt ein Rätsel - Dresdner Stadträte fordern Aufklärung

Das Labor hat keine Ursache für die Magen-Darm-Probleme von mehr als 100 Krippen- und Kindergartenkindern in der vergangenen Woche gefunden (DNN berichteten).

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Quelle: dpa

Erreger unbekannt. „Es konnte weder in den Essenproben noch in den Stuhlproben der Kinder und des Küchenpersonals eine Ursache für das einmalige Erbrechen am 22. Juli gefunden werden“, zitiert Stadtsprecher Karl Schuricht aus dem Auswertungsbericht der Landesuntersuchungsanstalt Sachsen (LUA).

Erregerbedingte Ursachen für das heftige, aber kurze Unwohlsein kämen somit nicht in Frage. Es könne kein Zusammenhang zum Essenanbieter hergestellt werden, heißt es aus dem Rathaus. Aus Sicht des Gesundheitsamtes könnte möglicherweise eine Verbindung zwischen den an diesem Tag vorherrschenden heißen Temperaturen und damit verbundenen Stresssymptomen bei den Kindern und der Übelkeit hergestellt werden.

Diese Einschätzung des Gesundheitsamtes sorgte bei Stadträten für Stirnrunzeln. „Ich finde diese Einschätzung des Gesundheitsamtes höchst seltsam und erwarte eine verantwortungsbewusste Aufklärung des Vorfalls“, fordert Grünen-Stadtrat Jens Hoffsommer. Die hygienischen Bedingungen in den Kindertagesstätten und bei den Essenanbietern müssten genau beobachtet und das Personal sorgfältig aufgeklärt werden. „Sollte es wirklich an der Hitze gelegen haben, dann muss man sich doch fragen, warum nicht allen Kindern schlecht geworden ist“, wundert sich Hoffsommer. Sollten wirklich alle betroffenen Einrichtungen vom gleichen Caterer beliefert worden sein, müsse man sich fragen, warum nur acht Proben genommen worden sind.

Auch SPD-Stadtrat Vincent Drews fordert eine lückenlose Aufklärung des Geschehens. „Das Untersuchungsergebnis ist aus meiner Sicht nicht zufriedenstellend und erfordert weitere Nachforschungen. Die Stadt sollte die Eltern der betroffenen Kinder dabei informieren, was gefunden wurde“, so der sozialpolitische Sprecher der Sozialdemokraten. Die Geheimhaltung des oder der betroffenen Essenanbieter mit Verweis auf den Datenschutz erschließe sich ihm nicht. Bei diesem Vorfall sei dringend zu Transparenz zu raten, vor allem um den Eltern zu zeigen, dass nach den Ursachen für den Vorfall gesucht werde. Die SPD-Fraktion wird deshalb zeitnah eine schriftliche Anfrage dazu an die Stadtverwaltung einreichen, kündigte Drews an.

Linken-Stadträtin Annekatrin Klepsch kann indes kein Versagen bei der Verwaltung erkennen. „Die Behörden und die Einrichtungen haben das Gesundheitsamt sofort informiert und die Proben untersuchen lassen.“ Klepsch kann sich einen Zusammenhang zwischen der Hitze und dem Verzehr beispielsweise von Milchspeisen, die zum Erbrechen führten, vorstellen.

Wie Kinderärzte die offizielle Erklärung des Gesundheitsamtes für das Unwohlsein einschätzen, konnte DNN gestern nicht in Erfahrung bringen. Am Dienstagnachmittag war es nicht möglich, dazu Auskünfte bei einem Experten einzuholen.

Julia Vollmer

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