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Kurzarbeit für Polizei-Poldi: Prävention in Kitas und Schulen wird gestrichen

Kurzarbeit für Polizei-Poldi: Prävention in Kitas und Schulen wird gestrichen

Er ist der Liebling der Kinder und der bekannteste sächsische Polizist: Poldi. Zehntausende Kinder hat der grün-weiße Polizei-Dinosaurier seit 1994 in  Kindertagesstätten sowie Grund- und Förderschulen spielerisch über die Gangster dieser Welt aufgeklärt – doch damit soll jetzt Schluss sein.

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Quelle: Stephan Lohse

Denn Poldi wird vom sächsischen Innenministerium auf Kurzarbeit gesetzt; seine so beliebten wie tolpatschigen Einsätze werden kategorisch  zusammengestrichen. In den beiden vergangenen Jahren war Poldi insgesamt 220 Mal bei Kindern unterwegs, 2015 sind es auch schon wieder 50 Auftritte. Künftig sollen es nur noch 50 bis 60 pro Jahr sein.

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Aktion sicherer Schulweg: Auch dieses Jahr gaben Poldi und die Polizei mehr als 3000 angehenden Erstklässlern Tipps für den sicheren Weg zur Schule.

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Der Grund heißt: Stellenabbau bei der Polizei. Nachdem bereits in der polizeilichen Drogenprävention der Rotstift angesetzt werden soll, trifft es nun auch das beliebte Maskottchen, das mit den Kindern unter anderem über Gewalt, Verkehrssicherheit und Mobbing gesprochen hatte. Ab September fallen die Einsätze in den Kitas weg, ab dem Schuljahr 2016/17 dann auch in den Grund- und Förderschulen.

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Sowohl Poldi als auch die Aktion "Sicherer Schulweg" feierten am Dienstag in der Jungen Garde 20. Geburtstag.

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Laut Innenministerium soll sich die Polizei auf ihre Kernaufgaben konzentrieren: „Die Primärprävention ist Aufgabe der Eltern, der Kindertagesstätten und der Grund- und Förderschulen“, erklärt das Ministerium auf LVZ-Anfrage. „Die Vermittlung eines positiven Erstkontakts mit der Polizei ist eine Aufgabe der Öffentlichkeitsarbeit  – nicht der Prävention – und wird künftig insbesondere durch Angebote des Polizeiorchesters unter Mitwirkung der Poldi-Livefigur erfolgen.“

Bei dem neuen Konzept soll die Polizei zwar weiterhin beteiligt sein – allerdings nur in geringen Umfängen: Erzieher, Lehrer und Eltern sollen stattdessen vermehrt an Schulungen teilnehmen und auch Informationsmaterial bekommen, in dem das Maskottchen zu sehen sein wird. „Außerdem wird die Sympathiefigur Poldi die Kinder in vielerlei Form weiterhin begleiten, so als Plüsch-Poldi und in einer Vielzahl begehrter Streuartikel – zum Beispiel Schlüsselanhänger, Lineale, Luftballons, Stickerbögen – sowie in Druckerzeugnissen“, will das Innenministerium Poldi noch nicht gänzlich entlassen.

Andreas Debski

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