Volltextsuche über das Angebot:

16 ° / 4 ° wolkig

Navigation:
Google+
Kundenzahl für Jobcenter in Dresden schrumpft

Kundenzahl für Jobcenter in Dresden schrumpft

Durch den Wirtschaftsaufschwung und den demografischen Wandel schrumpft das Heer der Langzeit-Arbeitslosen in Dresden. Betreute das Jobcenter Ende 2012 noch 27 069 Dresdner, die mindestens 21 Monate lang ohne Arbeit waren, sank deren Zahl bis Ende 2013 um drei Prozent auf 26 253. "Mit diesem Rückgang stehen wir besser da als viele andere Regionen", betonte Jobcenter-Chef Jan Pratzka.

Voriger Artikel
Jenseits der Schulmedizin - Die Dresdnerin Birgit Peters glaubt, dass sie Menschen durch Energiefluss heilen kann
Nächster Artikel
Elaskon plant Ausbau in Reick - Chinesen wild auf Dresdner Autopflege

Jobcenter-Chef Jan Pratzka: "Die Probleme bei jüngeren Klienten nehmen zu."

Quelle: Heiko Weckbrodt

Auch außerhalb dieser "Sockel-Arbeitslosigkeit" schrumpft die Kundenzahl für das Jobcenter: Die Zahl der Haushalte, die auf Hartz-IV-Stütze angewiesen waren, sank bis November 2013 auf unter 30 000, dies entspricht im Jahresvergleich einem Rückgang um 2,5 Prozent. Damit bekommen nun weniger als 50 000 Menschen, also knapp jeder zehnte Dresdner, Hartz-IV-Geld. Pratzka erklärt sich das einerseits durch demografische Faktoren, da immer mehr Langzeitarbeitslose ins Rentenalter kommen, andererseits aber auch durch die gute Lage am Arbeits- und Ausbildungsmarkt: Die Wirtschaft sucht verstärkt Fachkräfte und Jugendliche haben jetzt eine größere Lehrstellen-Auswahl als noch vor ein paar Jahren.

So verzeichnete das Jobcenter besonders starke Rückgänge unter ihren Klienten in der Altersgruppe unter 25 Jahren: Im Jahresvergleich sind 7,8 Prozent weniger junge Menschen in Dresden auf Hartz IV angewiesen. "Allerdings nehmen die Problemlagen unter den jüngeren Klienten zu", räumte Pratzka ein und verwies auf Drogenprobleme: Viel zu viele werfen sich "Crystal" ein. Die Synthetikdroge wirkt zwar kurzfristig leistungssteigernd, die Langzeitfolgen aber hindern die Süchtigen, Lehre oder Job zu bekommen und zu behalten.

In diesem Jahr will Pratzka die Jobcenter-Arbeit vor allem auf die 25- bis 35-Jährigen und auf alleinerziehende Mütter konzentrieren. "Anders als in anderen Regionen sind auf dem Dresdner Arbeitsmarkt kaum Hilfsarbeiter, sondern vor allem Fachkräfte gefragt", betont der Geschäftsführer. Daher will er einen wesentlichen Teil seines 29,1 Millionen Euro umfassenden "Eingliederungs"-Etats dafür einsetzen, Arbeitslose ohne Berufsabschluss oder mit kaum nachgefragten Berufen zu qualifizieren. Zwar steht auch da Dresden besser da als manche westdeutsche Regionen, wo teils bis zu zwei Drittel der Hartz-Empfänger keinerlei Beruf gelernt haben. Doch auch wenn dies hier "nur" auf 35 Prozent zutrifft: Diese Ungelernten haben kaum Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

Daher zielt die Qualifizierungsoffensive vor allem auf diese Zielgruppe und da wiederum auf die Unter-35-Jährigen. Erste kleine Erfolge seien bereits erzielt, so Pratzka. So haben Jobcenter und Deutsche Bahn jüngst erst elf Arbeitslose zu Fahrdienstleitern qualifiziert. Die Dresdnerin Mandy Specht zum Beispiel hatte eigentlich Fahrrad-Mechanikerin gelernt, aber keine Arbeit gefunden. Binnen drei Monaten lernte sie im Programm "AusBildung wird das!", sich in Stellwerken zurechtzufinden und Züge zu koordinieren. Jetzt hat sie eine Festanstellung als Fahrdienstleiterin.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 07.03.2014

Heiko Weckbrodt

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Lokales
19.09.2017 - 13:00 Uhr

Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Dresden sowie der Verein "Gerede" laden in die Neustadt ein. 

mehr
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wettersponsor

Das Wetter in und um Dresden präsentiert Ihnen die Toskana-Therme Bad Schandau.