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Kulturpalast: Gute Plätze sollen teurer werden, weniger gute dagegen billiger

Geplanter Preis-Spagat Kulturpalast: Gute Plätze sollen teurer werden, weniger gute dagegen billiger

Mehreinnahmen erzielen und trotzdem die Zugänglichkeit für alle soziale Gruppen ermöglichen? Bei den Eintrittspreisen der Philharmonie im neuen Kulturpalast versucht die Kulturverwaltung, diesen Spagat zu bewältigen.

 Der Dresdner Kulturpalast soll im April 2017 wieder eröffnet werden.
 

Quelle: dpa

Dresden.  Mehreinnahmen erzielen und trotzdem die Zugänglichkeit für alle soziale Gruppen ermöglichen? Bei den Eintrittspreisen der Dresdner Philharmonie im neuen Kulturpalast versucht die Kulturverwaltung, diesen Spagat zu bewältigen. Laut einer Vorlage von Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch (Die Linke) für den Stadtrat sollen die Preise in den höheren Platzgruppen deutlich steigen.

Kostete das Einzelticket für große Sinfoniekonzerte der Philharmonie in der Kategorie A bisher 32 Euro, sollen es ab Mai 2017 39 Euro sein. Die Kategorie II steigt von 30 auf 34 Euro, die III von 28 auf 29 Euro. In der Kategorie IV bleibt der Preis von 23 Euro konstant, in der Kategorie V wird der Ticketpreis sogar um zwei Euro von 20 auf 18 Euro gesenkt. „Diese vorgeschlagene Struktur führt zu der erwünschten Spreizung der Eintrittspreise“, heißt es in der Vorlage.

Bei Sonderkonzerten reicht die Preisspanne von 54 Euro in der Kategorie A bis 28 Euro, bisher ging es von 45 bis 31 Euro. Bei weiteren Veranstaltungen wie Solistenkonzerten, Kammermusik oder Jazz soll ein Korridor festgelegt werden. Dieser reicht in der Kategrie I von 28 bis 112 Euro, in der II von 24 bis 99 Euro, in der III sind 20 bis 86 Euro geplant, in der IV 16 bis 73 Euro und in der V 12 bis 60 Euro.

In der teuersten Platzkategorie stehen im sanierten Kulturpalast 624 Plätze zur Verfügung, in der zweitteuersten 410 Plätze, in der III sind es 284 Plätze, in der IV 304 und in der V 128 Plätze. Angesichts dieser Struktur geht die Kulturverwaltung von Mehreinnahmen aus, die mit die gestiegenen Kosten für die Betreibung des Saales decken sollen.

Für die Besitzer von Anrechten gibt es eine positive Nachricht: Die Preise werden in der Spielzeit 2016/2017 nicht erhöht. Damit soll die Treue der Besucher während der Sanierung des Kulturpalastes gewürdigt werden, in der die Philharmonie in Interimsspielstätten auftreten musste. Ab der Spielzeit 2017/2018 werden dann aber auch die Preise für Anrechte erhöht. Ab Herbst 2017 müssen die Besucher auch tiefer in die Tasche für Karten in den übrigen Spielstätten der Philharmonie wie Frauenkirche, Kreuzkirche, Deutsches Hygiene Museum oder Schloss Albrechtsberg greifen. Hier erfolgt laut Vorlage eine „marktgerechte“ Anpassung.

Die Eintrittspreise werden nach der Sommerpause im Finanzausschuss und im Kulturausschuss des Stadtrats behandelt, bevor der Stadtrat einen Beschluss treffen wird. Der Kulturpalast soll am 28. April feierlich eingeweiht werden.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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