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Kulti, Messe und Zoo wieder in den Miesen

Kulti, Messe und Zoo wieder in den Miesen

Alle Jahre wieder das gleiche Bild: Zoo, Kulturpalast, Busse und Bahnen, Kita-Eigenbetrieb, Messe und Marketing fuhren auch 2010 Verluste - oder wie es im Verwaltungsjargon heißt: Jahresfehlbeträge - ein.

Von Ralf Redemund

Zum Glück gibt es unter den über 60 städtischen Unternehmen Erfolgsgaranten wie die Drewag-Stadtwerke und die Stadtreinigung Dresden, die der Stadt neben den Steuereinnahmen und Zuweisungen des Landes gutes Geld zum Ausgleich der Verluste der anderen bescheren.

So machte im vergangenen Jahr der "Kulti"-Betreiber Konzert- und Kongressgesellschaft (KKG) rund 2,4 Millionen Euro Miese - immerhin rund 300 000 Euro weniger als 2009. Zugelegt hat der Dresdner Zoo - was den Jahresfehlbetrag angeht. Waren es 2009 noch 2,7 Millionen Euro, stieg die Summe 2010 auf stattliche knapp drei Millionen Euro. Doch wie das DNN-Barometer immer wieder bestätigt: Der Zoo ist den Dresdnern quasi heilig. In diesen beliebten Ausflugsort für Familien, Bekannte und Verwandte steckt die Stadt gerne Geld hinein.

Die Messe Dresden schlägt 2010 mit einem Minus von 1,6 Millionen Euro zu Buche. Das liegt jedoch nicht am operativen Geschäft von Messe-Chef Ulrich Finger, das gut läuft, sondern an den finanziellen Altlasten durch den Umzug vom Straßburger Platz ins Ostragehege, an dem die Messe-Firma immer noch zu knabbern hat, weil Kredite für den Ausbau der Erlweinschen Schlachthof-Bauten bedient werden müssen.

Dass die Dresdner Marketing-Gesellschaft DMG der Stadt 2010 wieder 2,5 Millionen Euro gekostet hat, ist städtischerseits gewollt - irgendjemand muss ja für Dresden in der Welt werben. Dass die Hoffnungen von DMG-Chefin Bettina Bunge, den gleichen Betrag noch einmal von der Tourismus-Branche für die Dresden-Werbung zu akquirieren, sich auch nicht im Ansatz erfüllt haben, ist mehr als diskussionswürdig. Hier wird sich die Branche drehen oder Wirtschaftsbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) wohl letztlich eine Tourismus-Abgabe einfordern müssen.

Positiv: Das Verkehrsmuseum hat nach 2009 (148 000 Euro) auch 2010 wieder rund 120 000 Euro Überschuss erwirtschaftet. Auch die Cultus gGmbH - übrigens mit einer Betriebsform, die künftig auch die städtischen Krankenhäuser erhalten sollen - arbeitet wirtschaftlich, erzielte 2010 einen Jahresüberschuss von 971 000 Euro. Die Stadtreinigung räumte wieder ordentlich ab - 2,6 Millionen Euro Überschuss, der zu gleichen Teilen an die Stadt und Veolia ausgeschüttet wird. Merkwürdig ist hingegen: Bis heute liegt von der Schacholympiade 2009 kein geprüfter und testierter Jahresabschluss 2010 vor.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 19.11.2011

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