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Kritik an der Unterbringung von Asylbewerbern im Dresdner Schiff „Koje“ und in der Buchenstraße

Kritik an der Unterbringung von Asylbewerbern im Dresdner Schiff „Koje“ und in der Buchenstraße

Die Ökumenische Kontaktgruppe Asyl (ÖKA) hat sich kritisch über die Bedingungen geäußert, unter denen Asylsuchende im Dresdner Jugendherbergsschiff Koje untergebracht sind.

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Abschiebungsgegner demonstrieren in Dresden. Auch die Unterbringung von Asylsuchenden steht in der Kritik.

Quelle: Stephan Lohse

Man habe das Schiff im Neustädter Hafen am vergangenen Mittwoch besucht und sei erschüttert angesichts der Zustände, heißt es.

Besondere Bestürzung rief die Unterbringung einer schwangeren Frau hervor: „In dem fünf mal zwei Meter kleinen Zimmer leben außer ihr noch der Ehemann und sein Bruder (!)“, so eine Vertreterin der ÖKA. Zudem sei auf dem Schiff eine einzige afghanische Familie untergebracht. Ansonsten wohnen dort nur Angehörige der Roma-Minderheit.

Die Unterbringung auf der Koje verletze laut ÖKA die Verwaltungsvorschrift des sächsischen Innenministeriums über Art, Größe und Ausstattung einer Gemeinschaftsunterkunft. Diese schreibt eine Mindestwohnfläche von sechs Quadratmetern pro Person vor.

Vertreter der ÖKA haben außerdem am 13. November an der Sitzung des Ortsbeirates Dresden-Neustadt teilgenommen, indem es um eine neue Gemeinschaftsunterkunft für Asylsuchende in der Buchenstraße im Hechtviertel ging. Diese soll am 18. Dezember in Betrieb genommen werden. Auch hier äußert die ÖKA scharfe Kritik. So sei eine Unterbringung von 12 Personen auf einer Etage mit einer Küche und einem Bad unakzeptabel. Die zukünftigen Bewohner seien zumeist schwer traumatisiert und erhielten keinerlei Privatsphäre. Zudem seien die Bewohner durch ihren unsicheren rechtlichen Status zusätzlich unter Druck. „In dieser Situation einander unbekannte Menschen auf engstem Raum unterzubringen, zeugt von Ignoranz und fehlender Empathie gegenüber den Bedürfnissen von Asylsuchenden“, so die Gruppe.

Man wolle sich weiter für die dezentrale Unterbringung von Asylsuchenden einsetzen und um Verständnis für die Situation geflüchteter Menschen werben.

Anfang November hatte die Stadtverwaltung das eigentlich ausgemusterte Herbergsschiff "Koje" kurzfristig reanimiert. Insgesamt 54 Personen sind in dem Herbergsschiff im Neustädter Hafen untergebracht, das zuvor als Hostel betrieben wurde. Bis Anfang September hatte Dresden noch mit insgesamt 381 Asylantragsstellern für das Jahr 2012 gerechnet. Nun wurde Dresden nach dem Sächsischen Flüchtlingsaufnahmegesetz dazu verpflichtet, 470 Personen unterzubringen.

fs

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