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Kritik an Einlasspolitik von Szeneclub in der Dresdner Neustadt

Kritik an „Katy's“ Kritik an Einlasspolitik von Szeneclub in der Dresdner Neustadt

Im Internet ist Kritik am Einlass des Dresdner Szeneclubs „Katy's Garage“ laut geworden. Dort würde Asylbewerber stets abgewiesen, das sei diskriminierend, hieß es. Jetzt wehrt sich der Clubbetreiber.

Einlass gesperrt (Symbolfoto).
 

Quelle: imago stock&people

Dresden. Refugees dürfen nicht in Katy's Garage feiern. Wer nur einen Flüchtlingsausweis vorlegen kann, wird an der Tür der angesagten Clubs im Szeneviertel abgewiesen. Dieser schwere Vorwurf machte in Internet die Runde. Die Besitzer hätten diese Einlassregel beschlossen, weil sie schlechte Erfahrungen mit Flüchtlingen gemacht haben, so die Begründung. Das sei diskriminierend, schimpft der Schreiber, der die Kritik im Kurznachrichtendienst Twitter veröffentlicht hat und kündigte an, nie wieder dorthin zu gehen.

Stefan Schulz, einer der drei Chefs der Betreiberfirma, widersprach diesem Twittereintrag auf DNN-Anfrage. „Wir haben keine derartige Einlasspolitik“, sagte Schulz, „wir haben nicht die Philosophie, dass Flüchtlinge bei uns nicht rein dürfen“. Jeder dürfe zu „Katy's“ kommen, aber „nicht jeder kommt rein“, räumte er im gleichen Atemzug ein. Schließlich gebe es Gäste, mit denen die Betreiber „teilweise schlechte Erfahrungen“ gemacht haben. Es sei gestohlen und gepöbelt worden, so Schulz, nicht nur von deutschen Gästen. Im aktuellen Fall könne es sich um einen Afghanen gehandelt haben, der am Wochenende nicht eingelassen wurde, vermutet der Clubbetreiber.

Im „Katy's“ werde darauf geachtet, dass die Gästemischung passt, erklärt Schulz die Türpolitik des Clubs an der Ecke Alaunstraße/Louisenstraße. „Ich sage immer, das muss sein, wie ein vernünftiges, gut abgeschmecktes Essen“, sagt Schulz. Aggressive Kunden und betrunkene Gäste könnten ausgeschlossen werden. Und sei der Männeranteil im Laden zu hoch, könne es sein, dass ein potenzieller Gast auch noch mal „ums Eck gehen muss“, bevor die Publikumsstruktur so ist, dass auch er eingelassen werden kann.

Der Katy's-Mitbetreiber gehört zu den Neustadt-“Wirten“, die Ende vergangenen Jahres die sogenannte „mobile Security“ im Szeneviertel ins Leben gerufen haben. Dabei handelte es sich um Wachmänner, die jeweils in den Nächten zum Sonnabend und zum Sonntag im Einsatz waren, um auf Abruf bei Problemen in wechselnden Lokalen, Bars und Clubs zu helfen. Mittlerweile ist die sechswöchige Testphase beendet. Im Augenblick gibt es die Security nicht, es werde Geld für den weiteren Einsatz gesammelt, so Schulz. Rund 6000 Euro hat der Test gekostet.

Von Christoph Springer

Dresden, Alaunstraße 51.066154 13.754115
Dresden, Alaunstraße
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