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Kriege und Krisen - Peace Academy 2016 in Dresden erwartet „Reformer“

350 Teilnehmer aus 30 Ländern Kriege und Krisen - Peace Academy 2016 in Dresden erwartet „Reformer“

Die Dresdner Frauenkirche ist Stein gewordene Versöhnung. Alle zwei Jahre zu Pfingsten treffen sich junge Friedensstifter aus aller Welt unter ihrer Kuppel. Diesmal geht es um Veränderung.

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Die Bundesfreiwilligendienst Leistenden der Frauenkirche Stiftung, Timotheus Eimert und Julia Fleischer (beide 20), tragen am 29.04.2016 vor der Frauenkirche in Dresden (Sachsen) T-Shirts der Internationale Peace Academy 2016. Die Peace Academy in und an der Frauenkirche Dresden ist ein internationales Jugendtreffen mit Akademiecharakter. Alle zwei Jahre findet die Academy am Pfingstwochenende (13.-16.05.2016) statt.

Quelle: Arno Burgi/dpa

Dresden. Kriege, Krisen, Konflikte: Die vierte Peace Academy der Dresdner Frauenkirche zu Pfingsten steht angesichts der weltpolitischen Herausforderungen und vor dem Reformationsjubiläum 2017 im Zeichen der Veränderung. “Unsere Welt ist in Bewegung; nichts bleibt, wie es ist“, sagt Frauenkirchenpfarrer Sebastian Feydt. Das zu gestalten, dabei sei besonders die junge Generation gefragt. „Wir bringen junge Leute aus aller Welt zusammen, schaffen einen Marktplatz der Ideen und ermutigen zu Engagement.“

Unter dem Motto „REFORMER. Ändern verändert!“ werden nach Angaben von Projektleiterin Sylvia Karthäuser rund 350 Teilnehmer aus 30 Ländern von Armenien über Indonesien, Ruanda und Syrien bis Weißrussland miteinander ins Gespräch kommen. „Damit sind wir so international wie nie zuvor.“ Das Themenspektrum der Foren und Workshops reicht von nachhaltigem Wirtschaften, Umweltschutz und alternativen Lebensformen über Terrorismus, Vertreibung und Flucht bis zu Fremdenfeindlichkeit, Integration und Zivilcourage.

„Die Zunahme von Konflikten ist auch Veränderung“, erklärt Feydt. Vor dem Hintergrund der positiven Erfahrungen in der Kirchengeschichte bei der Reformation vor fast 500 Jahren geht es um ein stärkeres Engagement für ein friedliches Zusammenleben. Weil das alle angehe, sind zu dieser Peace Academy-Ausgabe auch Flüchtlinge eingeladen. „Die Botschaft ist: Frieden stiften“, sagt Feydt. Vor dem Hintergrund der islam- und fremdenfeindlichen Pegida-Bewegung und der Angriffe auf Flüchtlinge soll das Treffen zeigen, dass Dresden weltoffen ist.

Die Frauenkirche sei ein Ort der Begegnung für Toleranz und ein friedliches Miteinander, wo Menschen zwischen 16 und 27 Jahren miteinander diskutieren und feiern. Zum Programm gehört erstmals auch ein Planspiel zum Thema Terror, bei dem für den Umgang mit der drohenden Gefahr sensibilisiert und Lösungen gesucht werden sollen. Die gesamte Konferenz (13. bis 16. Mai) ist zweisprachig in Deutsch und Englisch, und einige Gruppen sind bereits zum wiederholten Mal dabei.

Die Peace Academy ging aus dem evangelischen Jugendfestival EVA2008 hervor. Seit 2010 wird sie alle zwei Jahre von der Stiftung Frauenkirche ausgerichtet, von der Evangelischen Kirche, der Lutherdekade und dem Bund gefördert. Sie bietet laut Feydt die Chance, über religiöse, konfessionelle und nationale Grenzen hinweg den Zustand der Welt zu diskutieren. „Dabei geht es auch darum, etwas zu bewegen.“ Die Friedensstifter sollen die davon ausgehenden Impulse in ihre Länder tragen. „Wir ermutigen sie, als Reformerinnen und Reformer nach Hause zu fahren.“

www.peace-academy.de

dpa

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