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Krebs blebt zweithäufigste Todesursache in Dresden

Krebs blebt zweithäufigste Todesursache in Dresden

Krebs ist auch in der Landeshauptstadt nach den Herz-Kreislauf-Erkrankungen die zweithäufigste Todesursache. Viele Dresdner kämpfen mit der heimtückischen Krankheit.

Die DNN beantworten die wichtigsten Fragen.

Immer mehr Menschen erkranken an Krebs. Stimmt das wirklich?

Die Zahl der Patienten mit Krebserkrankungen steigt an. Überwiegend ist dies aber durch den Anstieg der Lebenserwartung der Bevölkerung bedingt. Krebs ist meistens eine Alterserkrankung. Natürlich gibt es auch Krebserkrankungen im jüngeren Lebensalter. Aber bei den Über-60-Jährigen kommt es zu einem steilen Anstieg der Krebshäufigkeit.

Krebs gilt immer noch als unheilbar. Was macht diese Krankheit so gefährlich?

Das stimmt so nicht. Je früher Krebs erkannt wird, umso größer sind die Heilungschancen. Über 50 Prozent der Erkrankten können heute geheilt werden. Wir alle können etwas dafür tun, damit es noch mehr werden. Dazu gehören: Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen und sich bei Beschwerden einem Arzt anvertrauen.

Gibt es Hoffnung bei Metastasen?

Wenn Tumore Tochtergeschwülste gesetzt haben, werden die Heilungschancen viel geringer. Trotzdem gelingt bei verschiedenen Erkrankungen auch in diesen Stadien durch eine Zusammenarbeit von Chirurgen sowie Strahlen- und Chemotherapeuten noch eine Heilung. Bei vielen Patienten kann das Leben deutlich verlängert werden.

Welche Risikofaktoren fördern die Entstehung von Krebs?

Unsere Lebensgewohnheiten spielen bei der Entstehung verschiedener Krebsarten eine wesentliche Rolle. Viele Erkrankungen ließen sich vermeiden, wenn wir diesen "Europäischen Kodex zur Krebsbekämpfung" beherzigten. Dazu gehört unter anderem: Nicht rauchen, viel Bewegung, Obst- und Gemüse, wenig Alkohol sowie Übergewicht und krebserregende Stoffe vermeiden. Außerdem: Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen. "Wenn alle Menschen die Regeln berücksichtigen, wäre der Erfolg größer als derjenige durch alle unsere medizinischen Möglichkeiten", erklärt Gerhard Ehninger, der Leiter des Universitätskrebszentrums.

Welche Rolle spielt Stress bei der Entstehung von Krebs?

Keine Angst vor Stress, wenn man dabei nicht raucht und Alkohol trinkt oder zu viel isst. Stress sollte man nicht wegen Krebsangst abbauen, sondern um ausgeglichener und beziehungsfähiger zu werden.

Wie nah ist die Krebsforschung einer Heilung?

Jährlich kommen viele Medika-mente auf den Markt, die gezielt bestimmte Stoffwechselwege der Krebszellen hemmen. Dadurch können teilweise beeindruckende Besserungen oder Heilungen erzielt werden. Hinzu kommen Antikörper gegen Oberflächenmerkmale der Krebszellen. Ein Hoffnungsschimmer am Horizont sind auch gentechnisch veränderte eigene Abwehrzellen des Patienten.

Welches sind die schlimmsten Krebserkrankungen mit den geringsten Überlebenschancen?

Bei fortgeschrittenem Krebs im Bauchraum und der Lunge sind die Möglichkeiten sehr begrenzt, doch gibt es einige Unterformen, die einer Behandlung zugänglich sind.

Warum wird der Psychoonkologie so viel Bedeutung beigemessen?

Die seelischen Belastungen durch Krebserkrankungen sind groß, daher muss heute jedem Patienten eine Begleitung durch einen Psychoonkologen angeboten werden. Nicht alle brauchen diese Hilfen, viele sind aber sehr dankbar dafür.

Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit Prof. Gerhard Ehninger. Er leitet das Universitätskrebszentrum am Uniklinikum Dresden und ist seit 1994 Leiter der Medizinischen Klinik.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 21.02.2014

Katrin Tominski

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