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Krankenhaus Dresden-Neustadt: Neurochirurgie droht Aus für Kopftumor-OP

Krankenhaus Dresden-Neustadt: Neurochirurgie droht Aus für Kopftumor-OP

Seit 19 Jahren operiert die Abteilung Neurochirurgie im Krankenhaus Dresden-Neustadt erfolgreich, hat Stück für Stück die Fallzahlen gesteigert, sich ein gutes Renommee erarbeitet.

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Quelle: Sebastian Kahnert

Dresden . Nun droht ein Verlust von Operationen für Tumor-Erkrankungen am Kopf. So sieht es der neue landesweite Krankenhausplan für 2012/2013 des Sozialministeriums vor, der heute im Sächsischen Landtag beraten wird.

"Eine mittlere Katastrophe" nennt Verwaltungsdirektor Andreas Gerhardt das. "Seit 1991 leisten wir gute Arbeit. Das wird von den Kassen anerkannt. Jetzt will uns das Sozialministerium nicht in den Krankenhausplan aufnehmen", sagt Gerhardt. Es gehe um die Bestätigung der Aufnahme in diese Liste. Wenn die Bestätigung nicht käme, könnten zwei schwerwiegende Krankheitserscheiungen am Kopf gemäß den Budget-Vereinbarungen mit Krankenkassen nicht mehr abgerechnet werden, so Gerhardt. "Notfälle werden aber alle nach wie vor operiert und bezahlt", fügte der Verwaltungsdirektor an. Es ginge um geplante Operartionen am Kopf. Das Krankenhaus Neustadt müsste diese Patienten an andere Kliniken überweisen. Das wäre ein schwerer Schaden für die Abteilung Neurochirurgie, weil diese Eingriffe rund 25 Prozent des Erlöses ausmachten, so Gerhardt.

Insider ahnen, woher der Wind wehen könnte. Wahrscheinlich sei das Sozialministerium von privaten Klinikbetreibern unter Druck geraten. Diese wittern hier ein zunehmend lukrativer werdendes Geschäft. Wenn den Privaten bei den Planungsvergaben des Freistaates etwas nicht passe, drohen Prozesse vor den Sozialgerichten, so die Insider.

Die Grünen wollen den Vorgang heute im Stadtrat thematisieren, verlangen von der Stadt ein eindeutiges Bekenntnis zur Abteilung Neurochirurgie im Krankenhaus Neustadt. Das werden sie bekommen. "Wir wollen die Neurochirurgie aufgrund der langen Tradition und der wirtschaftlich guten Situation behalten", sagte Stadtsprecher Kai Schulz auf DNN-Anfrage. "Wir setzen uns dafür ein, dass diese Abteilung mit allen Operationen auch künftig bei den Planungen des Freistaates berücksichtigt wird", fügte Schulz hinzu.

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