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Kraftwerk Mitte eröffnet am 16. Dezember

Theaterneubau in Dresden Kraftwerk Mitte eröffnet am 16. Dezember

Die letzten Hürden sind aus dem Weg geräumt, das Kraftwerk Mitte wird noch in diesem Jahr eröffnet. Am 16. Dezember plant die Stadt einen Festakt, erklärte jetzt Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch (Die Linke). Bis dahin müssen noch etliche Kilometer Stahlseil verbaut werden.

Der Schnürboden für das Theater Junge Generation.
 

Quelle: Dietrich Flechtner

Dresden.  Das Kraftwerk Mitte wird am 16. Dezember mit einem Festakt der Landeshauptstadt Dresden eingeweiht. Diesen Termin nannte jetzt Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch (Die Linke). Die ersten Premieren auf den neuen Bühnen von Staatsoperette Dresden und Theater Junge Generation (tjg) würden am 17. und 18. Dezember stattfinden, so die Kulturbürgermeisterin.

Der Finanzausschuss des Stadtrates hatte vor wenigen Tagen die letzte Hürde für eine pünktliche Fertigstellung der Theaterneubauten aus dem Weg geräumt und einer Kapitalerhöhung der Kommunalen Immobilien Dresden GmbH & Co KG (KID) zugestimmt (DNN berichteten). Die KID errichtet das Kraftwerk Mitte und saniert den Kulturpalast. Mit den rund 4,2 Millionen Euro zusätzliches Kapital können Außenanlagen am Kulturpalast gestaltet und die Beleuchtungstechnik für die Theaterbühnen bestellt werden.

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Am 16. Dezember soll das Kraftwerk Mitte mit einem Festakt eröffnet werden. Wir haben neun Monate vor den ersten Premieren die Gebäude besichtigt.

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„Die Ausschreibung wurde in dieser Woche veröffentlicht. Liefertermin ist Mitte August“, erklärte Florian H. Brandenburg, Projektleiter der KID. Die Bauarbeiten würden im vorgegebenen Kostenrahmen liegen. „Das wird nahezu eine Punktlandung“, so der Projektleiter. 92 Millionen Euro werde der Theaterneubau kosten, eine Million Euro mehr als geplant. Die Mehrkosten gehen auf das Konto von massiven Zementfundamenten im Erdreich, die mühsam für die Bodengrube des Neubaus abgetragen werden mussten.

Der Hochbau ist so gut wie abgeschlossen, der Innenausbau hat längst begonnen. „Jedes romantisches Bühnenbild benötigt eine solide technische Basis“, erklärte Christian Freimüller, Geschäftsführer der SBS Bühnentechnik GmbH Dresden. Das Unternehmen habe Bühnen für die verschiedensten Theaterhäuser in aller Welt gebaut. „Wir freuen uns riesig, in unserer Heimatstadt tätig zu werden.“ Am Bau einer modernen Theaterbühne seien Maschinenbauer, Statiker, Elektroingenieure, aber auch Informatiker beteiligt.

Der Bühnentrum des tjg verfüge zum Beispiel über 26 Prospektzüge mit je fünf Seilen, an die Kulissen oder Dekorationen gehängt werden könnten. Hinzu kämen zwölf Punktzüge, die deshalb so heißen, weil sich mit ihnen jeder Punkt auf der Bühne ansteuern lässt, wie SBS-Projektleiter Alexander Maslow erklärte. So kann ein Kronleuchter punktgenau über den Akteuren aufleuchten, aber auch Menschen können mit den Aufzügen über die Bühne schweben.

Während die Arbeiten für die große Bühne des tjg weitgehend abgeschlossen sind, wird im Bühnenturm der Staatsoperette fleißig gearbeitet. Für alle vier Bühnen in den Theaterneubauten werden laut Freimüller 450 Tonnen Stahl, 250 Maschinen und Antriebe mit einer Gesamtleistung von 2000 Kilowatt, 1200 Seilrollen, 25 Kilometer Stahlseil, 50 Kilometer Kabel, 750 elektronische Baugruppen und 30 Industriecomputer verbaut. „Wir liegen sehr gut im Zeitplan“, bestätigte der SBS-Geschäftsführer.

Im September will die KID die Bühnen ihren Nutzern übergeben. Dann beginnt der Probebetrieb. Die Kulissen werden im neuen Werkstattgebäude in Cotta hergestellt, für das die Bauarbeiten laut Brandenburg auch im Zeitplan liegen.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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