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Kopfbau an der Wilsdruffer wird saniert und soll Besitzer wechseln

Kopfbau an der Wilsdruffer wird saniert und soll Besitzer wechseln

Der denkmalgeschützte Kopfbau am Pirnaischen Platz mit der Postanschrift Wilsdruffer Straße 3 soll verkauft werden. Das überwiegend leerstehende achtgeschossige Gebäude ist stark sanierungsbedürftig und soll bis Ende des nächsten Jahres auf Vordermann gebracht werden - wenn der Finanzausschuss dem Verkauf zustimmt.

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Vertreter der Neuen Sachlichkeit: Der Kopfbau auf der Wilsdruffer Straße soll verkauft und bis Ende 2015 saniert werden.

Quelle: Dietrich Flechtner

Käufer ist laut einem Vorschlag von Finanzbürgermeister Hartmut Vorjohann (CDU) ein Immobilienunternehmen aus Andechs, dem bereits Gebäude auf der Wilsdruffer Straße, der Ringstraße und der Gewandhausstraße gehören. "Der Käufer beabsichtigt, mit dem Erwerb das bereits in seinem Eigentum befindliche Carree zu komplettieren." In den unteren Ebenen des Gebäudes will das interessierte Unternehmen Geschäfte etablieren, in den oberen Etagen sollen neben einigen Büros vor allem Wohnungen entstehen.

Die Stadt streicht den Unterlagen zufolge einen Kaufpreis von 1,74 Millionen Euro ein. Allerdings bestehen für das Grundstück Restitutionsansprüche, die laut Vorlage rund 464 000 Euro wert sind. Inhaber der Ansprüche ist der Käufer selbst, so dass der Kaufpreis um diesen Wert reduziert wird, was heißt: Es fließen rund 1,3 Millionen Euro in die Stadtkasse. Da die Stadt aber auch noch den Entschädigungsfonds des Bundes mit rund 400 000 Euro bedienen muss, bleibt ein Reinerlös von etwa 900 000 Euro.

Die Stadt hatte die Immobilie schon dreimal ausgeschrieben. Doch sowohl auf der Immobilienmesse Expo Real 2007 als auch zwei Jahre später 2009 fanden sich zwar Interessenten, aber keine Käufer. Grund: Das für den Brandschutz erforderliche zweite Treppenhaus befindet sich im Nachbargebäude auf der Ringstraße, das dem Käufer gehört. Andere Interessenten hätten viel Geld in die Hand nehmen müssen, um die Sicherheitsauflagen zu erfüllen. Das schreckte ab, die Verhandlungen verliefen deshalb im Sand.

Der Zustand des Gebäudes ist laut Vorjohann schlecht, es besteht ein erheblicher Investitionsstau. Haustechnik und Leitungen seien überaltert, weitere Schadensereignisse hätten die Bausubstanz geschädigt. Der Käufer habe gegenüber der Stadt erklärt, rund 6,5 Millionen Euro in das Grundstück investieren zu wollen.

Das gebäude wurde im Stil der Neuen Sachlichkeit nach den Entwürfen von Herbert Terpitz, Heinz Mersiowsky und Manfred Arlt 1959/1960 errichtet. Es repräsentiert den Übergangsstil zwischen Tradition und Moderne. Als dominierendes Eckgebäude gilt es als architektonisches Gegenstück zum Haus Altmarkt auf der Ostseite des Altmarktes. Das Hochhaus wurde im Rahmen des "Aufbaus der Ernst-Thälmann-Straße in Dresden" als Teil eines Ensembles errichtet, das in östlicher Fortführung der Gebäude am Altmarkt gebaut wurde. Fast jeder gebürtige Dresdner dürfte bis 1989 einmal in dem Sportartikel-Geschäft nach Turnschuhen der Marken "Botas" oder "Germina" angestanden haben.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 26.05.2014

Thomas Baumann-Hartwig

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