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Kopfbau an der Rampische Straße ohne Gerüste: SD gibt Dresden ein historisches Gesicht zurück

Kopfbau an der Rampische Straße ohne Gerüste: SD gibt Dresden ein historisches Gesicht zurück

Der Blick in die Rampische Straße zur Kuppel der Frauenkirche nähert sich wieder dem berühmten Anblick vor der Zerstörung an. Am Kopfbau Rampische Straße 33 sowie an der benachbarten Nummer 31 sind die Gerüste gefallen.

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Die Gerüst sind gefallen, ein Stück historisches Dresden ist nachvollziehbar: der Kopfbau Rampische Straße 33. Laut dem Investor sind alle Wohnungen und Gewerbeeinheiten in dem Gebäude vergeben.

Quelle: Gesellschaft Historischer Neumarkt Dresden e.V.

Fassaden- und Dachgestaltung des Eckgebäudes geben nun unverstellt das von vielen Abbildungen bekannte historische Bild wider. Im November sollen dann auch die letzten Bauzäune verschwinden und der Innenausbau vollendet sein. So lautete der Plan, den Bauherr USD (Unser schönes Dresden) zum Richtfest Ende Mai verkündet hatte.

Mit dem städtebaulich wichtigen Abschluss des Neumarkt-Areals hat das Dresdner Immobilien-Unternehmen - anders als bei der geplanten, umstrittenen Hafencity - auf eine gute Karte gesetzt. Der Leitbau findet in seiner Ausführung ein positives Echo. Auch die Gesellschaft Historischer Neumarkt lobte diesen Lückenschluss an Rampischer Straße und Salzgasse. Kritische Anmerkungen gab es nur für die staatlichen Vorgaben zur Wärmedämmung, die eine getreue Rekonstruktion sehr erschweren. USD hat sich dennoch um Qualität bemüht. Architekt Matthias Barnitzki vom Dresdner Büro 2eck Architekten hat auch einen Teil des historischen Gewölbekellers auf originalen Grundsteinen in den Neubau integriert. Für den Fassadenzierrat zeichnet Stukkateurmeister Thomas Schubert verantwortlich.

Baubeginn für die Häuser Nr. 33 und Nr. 31 war im Sommer 2012. Untergebracht wurden hier Eigentumswohnungen und im Erdgeschoss kleine Gewerbeeinheiten. Das Objekt ist nach USD-Angaben komplett vergeben. Wohnungskäufer kommen unter anderem auch aus Sachsen. Wohnen direkt im Zentrum ist für viele ältere Menschen heute wieder attraktiv geworden.

Das 1717 fertiggestellte Bürgerhaus geht auf den Zwingerbaumeister Matthäus Daniel Pöppelmann zurück. Seine berühmteste Bewohnerin war die Türkin Fatima, Mätresse Augusts des Starken und Ehefrau von Augusts Kammerdiener Johann Georg Spiegel. Den Straßenzug vom Kurländer Palais zum Neumarkt hatte Fritz Löffler als eines der "kostbarsten Raumbilder Europas" bezeichnet.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 24.09.2013

Genia Bleier

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