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Kontrollen und Maschinenpistolen auf dem Dresdner Stadtfest

Polizei und Veranstalter rüsten auf Kontrollen und Maschinenpistolen auf dem Dresdner Stadtfest

Die Polizei in der Landeshauptstadt und die Veranstalter rüsten massiv auf. Um das Dresdner Stadtfest nach den Anschlägen von München und Ansbach sicherer zu machen, verstärken die Verantwortlichen ihre Sicherheitsanstrengungen.

Zum Stadtfest sind Hunderttausende auf den Straßen unterwegs. Dafür wird nun die Sicherheit erhöht.
 

Quelle: dpa (Archiv)

Dresden.  Die Polizei in der Landeshauptstadt und die Veranstalter rüsten massiv auf. Um das größte Stadtfest Deutschlands und zugleich die erste Party dieser Art nach den Anschlägen von München und Ansbach sicherer zu machen, verstärken die Verantwortlichen ihre Sicherheitsanstrengungen. Zugangsbeschränkungen, mehr Polizisten, mehr Kontrollen und zusätzliche Überwachungsmaßnahmen sollen helfen, die Veranstaltung am Wochenende abzusichern. „Mit allen diesen Maßnahmen können wir einen Anschlag aber nicht zu 100 Prozent verhindern“, erklärt der Dresdner Polizeisprecher Thomas Geithner. Es gehe darum, das Risiko zu minimieren und – sollte es eine Attacke geben – den Schaden so gering wie möglich zu halten. Dazu werden Polizisten in ihren Einsatzfahrzeugen im Festgelände postiert – mit Schutzausrüstung und schwer bewaffnet mit Maschinenpistolen.

Kern des neuen Sicherheitskonzepts sind ein Kontrollbereich der Polizei und ein sogenannter innerer und ein äußerer Sperrkreis. Die Polizei bekommt in ihrem Kontrollbereich, der vom Hauptbahnhof bis zum Albertplatz sowie vom Volksfestgelände an der Marienbrücke bis zur Carolabrücke reicht, besondere Rechte. Dort dürfen „verdachtsunabhängige Kontrollen“ stattfinden. Das bedeutet, die Beamten dürfen sich ohne einen konkreten Verdacht Ausweise zeigen lassen und Taschen durchsuchen. Sichtbare Grenzen für den Kontrollbereich gibt es nicht. Es handelt sich um ein Gebiet, welches das Innenministerium auf Antrag der Polizeidirektion definiert.

Kontrollbereich zum Dresdner Stadtfest 2016

Kontrollbereich zum Dresdner Stadtfest 2016

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Den äußere Sperrkreis des Stadtfestes erkennen Besucher an Zaunsfeldern, die schon zum G7-Treffen und während der Bilderberg-Konferenz rund ums historische Dresdner Zentrum aufgebaut waren. Diese Zaunsfelder sollen auf Zufahrtstraßen zum Festgelände stehen. Wollen Autos aufs Stadtfestgelände, etwa zur Anlieferung, müssen sie Slalom fahren. So soll verhindert werden, dass Fahrzeuge wie beim Terroranschlag an der französischen Mittelmeerküste in Nizza mit großer Geschwindigkeit in die Menschenmenge fahren können.

Der innere Sperrkreis ist an Zugangskontrollen zu erkennen, an denen Sicherheitsleute, Mitarbeiter des Ordnungsamtes und die Polizei Taschen kontrollieren. So soll das Glasflaschenverbot durchgesetzt und zugleich überwacht werden, dass Gäste keine verbotenen Gegenstände bei sich haben. Dazu gehören unter anderem Waffen.

Ein komplettes Taschenverbot gibt es nicht, das ist bei einer Veranstaltung dieser Art nicht durchsetzbar, so die Verantwortlichen überzeugt. Konkrete Hinweise auf Attacken während des Stadtfestes hat die Polizei nicht. In Dresden herrsche eine „abstrakte Gefährdungslage“, so Thomas Geithner. Das bedeutet, ein Anschlag ist nicht ausgeschlossen. Dennoch stellt er für das Stadtfest klar: „Es gibt keine sachlichen Gründe, Angst zu haben.“

Von Christoph Springer

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