Volltextsuche über das Angebot:

23 ° / 14 ° Gewitter

Navigation:
Google+
Konsum Dresden ist nach West-Desaster wieder im Plus

Konsum Dresden ist nach West-Desaster wieder im Plus

Nach dem auf ganzer Linie gescheiterten Ausflug gen Westdeutschland hat der Dresdner Konsum wieder ruhiges Fahrwasser erreicht. Wie Vorstandschef Roger Ulke gestern mitteilte, erwirtschaftete die Genossenschaft im vergangenen Jahr ein Plus von 380 000 Euro und knüpfte damit ziemlich genau an das Ergebnis von 2010 an.

Voriger Artikel
Wirbel um ungenutzte Sandsäcke an der A 4 bei Dresden
Nächster Artikel
Sanitätsdienst zur „Bunte Republik Neustadt“ in der Feuerwache Dresden-Neustadt

Momentan sind nur 60 Prozent der Neustädter Markthalle vermietet. Das Ober- und Untergeschoss sollen in Kürze aber wiederbelebt werden.

Quelle: C. Fritzsche

Die DNN beantworten die wichtigsten Fragen zur aktuellen Konsum-Bilanz.

Wie ist die Höhe des Gewinns einzuordnen?

Gemessen an dem desaströsen Vorjahr, in dem der Konsum Verluste von fast acht Millionen Euro einfuhr, ist das ein großer Erfolg. Erreicht hat Ulke dies nur, indem er zwei der vier Pleite-Märkte in Franken abgestoßen und die verbliebenen zwei in puncto Ausstattung abgespeckt hat. So fehlen inzwischen beispielsweise die hier in Dresden bewährten Frische-Theken für Wurst und Käse. Die Expansion des Konsums in die alten Bundesländer, die vor über fünf Jahren groß gefeiert wurde, endete in einem Fiasko.

Macht der nach wie vor schwelende Ost-West-Konflikt das Geschäft kaputt?

"Dass nicht wenige Menschen in Bayern skeptisch gegenüber Lebensmittelmärkten aus dem Osten sind und einen großen Bogen um uns machen, spielt natürlich eine Rolle", sagt Ines Mokrani, die ebenfalls Mitglied des Konsum-Vorstands ist. Bestimmt hat so mancher Franke das Bild im Kopf, wie die Hausfrauen zu DDR-Zeiten beflissen bunte Rabattmarken in ihr Konsumheftchen klebten - ein Bild, das natürlich längst überholt ist. Vielmehr ist es der Genossenschaft gelungen, sich mit hochwertigen Produkten deutlich von Discountern wie Lidl und Penny abzugrenzen. Doch neben solch latent mitschwingenden Vorurteilen machten Ulke und sein Team beim Expandieren auch handfeste Fehler. Sie glaubten Standortanalysten, dass Kaufland in Erlangen für den Dresdner Konsum keine Konkurrenz darstelle und bauten ihren "Frida"-Markt nur wenige hundert Meter entfernt. Eine fatale Fehleinschätzung. Im Kaufland geben sich die Menschen die Klinke in die Hand, im Konsum konnte man sich in Ruhe mit einer Staffelei hinstellen und leere Gänge zeichnen.

Können die Konsum-Mitglieder auf eine Dividende hoffen?

Ja, sie wird 1,25 Prozent betragen und wegen der deutlich besseren Bilanz als 2011 aus dem Jahresüberschuss an alle anspruchsberechtigten Mitglieder noch im Juni ausgezahlt. "Wie in jedem Jahr wird den knapp 24 000 Mitgliedern auch für 2012 eine Rückvergütung von 0,5 Prozent auf ihren persönlichen Umsatz gewährt", kündigt Ulke an.

Plant der Konsum in diesem Jahr größere Investitionen?

Neben dem Bau des kleinen Konsum-Marktes an der Münchner Straße wollen die Verantwortlichen der 125 Jahre alten Genossenschaft ab Herbst die Filiale an der Löwenhainer Straße komplett umgestalten lassen. Kostenpunkt: 1,5 Millionen Euro. "Wir werden das Vorhaben in zwei Bauabschnitte unterteilen und ständig einen Interimsverkauf anbieten", betont Ulke.

Zudem soll es in Kürze in der Neustädter Markthalle vorangehen, die momentan nur zu 60 Prozent vermietet ist. Vor allem das Untergeschoss ist tot. "Wir führen intensive Gespräche und haben ein konkretes Konzept vor Augen. Aber Details können wir zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht verraten, da bislang nichts unterschrieben ist", sagt Ulke.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 13.06.2013

Christoph Stephan

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Lokales
27.07.2017 - 10:07 Uhr

Gastgeber Koblenz benennt Stadion in der sächsischen Muldestadt als Ausweichspielstätte.

mehr
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wettersponsor

Das Wetter in und um Dresden präsentiert Ihnen die Toskana-Therme Bad Schandau.