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Konjunktur: Dresdens Handwerk präsentiert sich in Bestform

Konjunktur: Dresdens Handwerk präsentiert sich in Bestform

Wäre der Geschäftsklimaindex eine Währung, könnten die 23 010 Handwerksfirmen in und um Dresden tolle Wechsel auf die Zukunft einlösen. "Die 43 Punkte sind der höchste Wert, der je in einem Frühjahr gemessen wurde", sagte gestern der Präsident der Handwerkskammer Dresden (HWK), Jörg Dittrich.

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Für ihre Frühjahrsprognose befragte die Handwerkskammer im März 4439 der 23010 Mitgliedsfirmen. Die Rücklaufquote lag bei 14 Prozent.

Quelle: Handwerkskammer

Die Stimmung habe sich in den letzten zehn Jahren kontinuierlich verbessert, erklärte er, vergaß jedoch das "Aber" nicht: Stimmung ist nicht gleich Lage. Die Selbstwahrnehmung der Firmenchefs entspringe einem gewissen Hochgefühl, das sich aus der brummenden deutschen Konjunktur speise, so Dittrich.

Allerdings dürften Belastungen durch steigende Strompreise, EEG-Umlage und den dräuenden Mindestlohn absehbar zu steigenden Preisen führen.

Großen und mittleren Firmen gehe es auch deshalb besser als kleinen und dem Bau- und Ausbaugewerbe wiederum deutlich besser als dem Kfz- und dem Lebensmittelhandwerker.

Insgesamt aber folgten zur Zeit Umsätze und Aufträge mehrheitlich dem Trend nach oben (siehe Grafiken), mit 54 Prozent aller befragten Firmen erwartet eine Mehrheit, dass das so bleibt.

Das hat Auswirkungen auf die Mitarbeiter. Zwar sei deren Zahl in den vergangenen zwei Jahren um jeweils mehr als ein Prozent gesunken, doch könnte sie schon in nächster Zeit wieder steigen, erklärte HWK-Hauptgeschäftsführer Andreas Brzezinski. Das gelte auch für die Investitionsbereitschaft der Unternehmen: durchschnittlich jedes dritte steckte 34 000 Euro in seinen Betrieb. "Selten gab es eine solche Situation, dass wir bis 2017 wissen, was ansteht", jubelte Brzezinski mit Blick auf die halbe Milliarde Euro, die die Landeshauptstadt in den nächsten Jahren in ihre Schulsanierung stecken muss.

Doch können kauf- und baulustige Verbraucher nicht darüber hinwegtäuschen, dass längerfristig das Handwerk in eine Spirale gerät, die ihm den Zufluss von Fachleuten abschneidet. Zu sinkenden Schülerzahlen geselle sich der Fakt, dass die Zahl der Abiturienten von 1985 bis 2010 von 29 Prozent auf 48 Prozent gestiegen ist. Gegenwärtig beginnen Dittrich zufolge 55 Prozent der Schüler eines Jahrgangs ein Studium. Im Umkehrschluss bleiben kaum fähige junge Leute übrig, die ihre praktische Begabung in eine Lehrausbildung münden lassen. Heißt: das Personal wird knapp. Und: Es gibt immer mehr Studienaussteiger.

Die Handwerkskammer begrüßt daher mit Nachdruck den Vorschlag des deutschen Wissenschaftsrates. Der hatte jüngst gefordert, dass vor allem Gymnasien die Wege in ein Studium oder in eine betriebliche Lehre "gleichberechtigt aufzeigen" sollen. "Besser hätten wir das auch nicht sagen können", sagte Kammerpräsident Dittrich.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 07.05.2014

Barbara Stock

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