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Konflikt nach Hochwasser am Leubener Kiessee: Bürgerinitiative und Umweltamt streiten ums Abpumpen

Konflikt nach Hochwasser am Leubener Kiessee: Bürgerinitiative und Umweltamt streiten ums Abpumpen

Das Hochwasser von Anfang Juni sorgt an den Kiesseen in Dresden-Leuben weiterhin für Sorgen. Der Pegel liegt weiterhin rund 2,5 Meter über den üblichen Werten, da das Wasser nicht ablaufen kann.

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Die Bürgerinitiative am Kiessee-Leuben in Dresden setzt sich für ein Abpumpen ein.

Quelle: Dominik Brüggemann

Für den Betreiber der Wasserski-Anlage droht die Saison auszufallen. Besonders betroffen sind auch die Kleingärtner südlich der Salzburger Straße, die direkt am Niedersedlitzer Flutgraben im alten Elbarm ihre Grundstücke haben. Jetzt nimmt eine Bürgerinitiative das Problem selbst in die Hand und provoziert durch ihr eigenmächtiges Handeln die zuständige Untere Wasserbehörde, die dem städtischen Umweltamt angehört.

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Am Kiessee in Dresden-Leuben steht das Wasser 2,5 Meter über dem üblichen Pegel.

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Der Besitzer der rund 14 Hektar großen Seen, Martin Riedel, hatte früh das Abpumpen in Erwähnung gezogen. „Ich habe angefragt, ob das Leerpumpen möglich ist“, so Riedel, der von einer ähnlichen Aktion aus dem Jahr 2002 wusste. Damals hatte man den Pegel um 2,5 Meter innerhalb einer Woche gesenkt. Seine Anfrage vom 10. Juni wurde bei der zuständigen Unteren Wasserbehörde im Umweltamt geprüft und die Erlaubnis nicht erteilt. Im Amt zeigte man Verständnis für das Anliegen, verwies zu dem Zeitpunkt jedoch auf die notwendigen noch ausstehenden Überprüfungen der Gewässer.

Für Riedel dauerte das zu lange. Eine eigens gegründete Bürgerinitiative setzt sich fortan ein, den Wasserspiegel zu senken. Die Mitglieder sammelten Geld, das für Rampen im See eingeplant war, und mieteten zwei große Pumpen. Bis zum Dienstagmorgen liefen sie, dann sorgte der Dauerregen für eine Unterbrechung. Eine drastische E-Mail kam indes schon am vergangenen Freitag aus der Unteren Wasserbehörde, die sich an Riedel richtete. Darin forderte das Amt den Besitzer auf, die Aktion einzustellen. „Wir werden Des Weiteren Ihnen gegenüber mit allen rechtlichen Schritten vorgehen“, heißt es in dem Schreiben, das DNN-Online vorliegt. Riedel sieht sich nicht in der Schuld. „Ich persönlich bin nicht verantwortlich und ich werde keine Sache behindern, die gut für das Gewässer und die Anwohner ist“, ordnet er die Aktion der Bürgerinitiative ein.

Zusätzlich hat er ein Gutachten einholen lassen, das Riedel und der Initiative beipflichtet. In der geotechnische Stellungnahme der G.U.B Ingenieur AG schreibt der zuständige Sachverständige trotz der instabilen Lehmkliffe: „Unter Beachtung des anstehenden gewachsenen Lehms in den Randböschungen wird eine Absenkgeschwindigkeit von einem Zentimeter pro Stunde zugelassen.“ Das entspräche etwa 20 bis 25 Zentimeter pro Tag. Die Stadtverwaltung beurteilt die Lage jedoch anders. „Beide Kiesseen sind durch illegal Badende, Angler, Taucher und Spaziergänger stark frequentiert.“ Die Gefahr für Leib und Leben durch Lehmabbrüche sei daher nicht auszuschließen.

Am Dienstagmorgen verschaffte sich jedoch ein Mitarbeiter der Unteren Wasserbehörde ein Bild vor Ort. „Er hat uns das Abpumpen in Aussicht gestellt“, so Riedel, der nun offiziell eine Anfrage auf das Abpumpen in die Wege geleitet hat. Für die Helfer und Riedel geht es um viel Geld. Über 4500 Euro kosten die gemieteten Pumpen je Woche. „Der größte Schaden ist der Stillstand.“

Dominik Brüggemann

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