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Kompromiss für Volkspark Briesnitz: Theaterwerkstatt nimmt weniger Platz in Anspruch

Kompromiss für Volkspark Briesnitz: Theaterwerkstatt nimmt weniger Platz in Anspruch

Die größten Bedenken konnten gestern Nachmittag Axel Walther, Geschäftsführer der Stadttochter Stesad, und Detlef Thiel, Leiter des städtischen Amtes für Stadtgrün und Abfallwirtschaft, ausräumen.

Beide stellten Anwohnern die Pläne vor, die die Zukunft des Volksparks Briesnitz in Frage stellen. Zumindest etwas, wie Walther gestern erklärte.

Als der Stadtrat im vergangenen Jahr den Bau des Kulturkraftwerks beschloss, gab er auch den Auftrag für den Bau der Theaterwerkstätten auf dem Gelände des Theaters Junge Generation (tjg) in Briesnitz. Die gemeinsame Werkstatt für tjg und Staatsoperette sollte auf dem Gelände der jetzigen tjg-Werkstatt entstehen. Ein Neubau auf dem Kraftwerksgelände war zu teuer.

Problem: Die Werkstätten müssen fertig sein, bevor die Bühnen im Kraftwerk den Spielbetrieb eröffnen. Heißt: Die alte tjg-Werkstatt hätte 2015 abgerissen werden müssen. Die Bühne hätte für die Spielzeit 2015/2016 keine Werkstatt zur Verfügung gehabt.

Die Stesad, die den Bau des Kraftwerks managt, sah das Problem und eine Lösung: Die neue Werkstatt wird nicht auf dem geplanten Platz errichtet, sondern auf der anderen Seite. Dann kann die alte Werkstatt weiter Kulissen für das tjg bauen. Bis die neue ans Netz geht und der Altbau abgerissen wird.

Problem: Auf dem neuen Standort befindet sich der von Anwohnern in viel Eigeninitiative geschaffene Volkspark Briesnitz. Als die Werkstatt-Pläne öffentlich wurden, regte sich Protest. Die Briesnitzer sahen sich um ihr Lebenswerk betrogen und gingen auf die Barrikaden.

Walther reagierte und plante neu: Er ließ einen Werkstattneubau konzipieren, der nur noch rund 3500 des 9500 Quadratmeter großen Neubaus in Anspruch nimmt. Wenn die alte Werkstatt abgerissen wird, entstehen dort neue Grünflächen. Die gemeinsam mit dem städtischen Amt gestaltet werden können, wie Thiel versprach. Der Amtsleiter will Kontakt zur Bürgerinitiative für den Volkspark halten. Und ihr auch unter die Arme greifen, wenn der jetzige Park wegen des Werkstattbaus umgestaltet werden muss.

Ein Kompromiss, der nicht alle zufrieden stellt. Aber der ein Miteinander von Volkspark und Werkstatt ermöglicht.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 12.02.2014

Thomas Baumann-Hartwig

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