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Kompanie Ultima Vez von Wim Vandekeybus gastiert im Festspielhaus Hellerau - umfangreiches Rahmenprogramm

Kompanie Ultima Vez von Wim Vandekeybus gastiert im Festspielhaus Hellerau - umfangreiches Rahmenprogramm

Die Tanzfans wissen es längst - Belgien, insbesondere Brüssel, ist seit Jahrzehnten ein international markanter Brennpunkt des zeitgenössischen Tanzes. Und hervorragende Choreografen und Künstler wie Anne Teresa De Keersmaeker, Jan Fabre, Alain Platel oder Wim Vandekeybus haben mit ihren eigenwilligen Ideen zur Akzeptanz von Tanz in der Gegenwart maßgeblich beigetragen.

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Das Schicksal des Oedipus ist von ungebrochener Faszination: Jan Decortes unkonventionelle Adaption des Sophokles-Dramas dient dem belgischen Choreografen Wim Vandekeybus als Grundlage seiner Inszenierung "Oedipus/Bet Noir".

Quelle: Danny Willems

Man sollte also aufmerken, wenn nun der belgische Choreograf, Tänzer, Schauspieler und Filmemacher Wim Vandekeybus am 25./26. Januar mit seiner Kompanie Ultima Vez im Festspielhaus Hellerau gastiert. Und er kommt mit Tanz- und Filmproduktionen, die international Aufsehen erregt haben.

Am 25. Januar, Beginn 20 Uhr, kommt im Großen Saal "Oedipus/Bet Noir" zur Aufführung, eine Inszenierung, in der Vandekeybus selbst die Titelrolle übernimmt. Zehn Tänzer, drei Schauspieler und drei Musiker verwandeln den antiken Stoff mit physischer und psychischer Eindringlichkeit in ein multimediales Bühnenereignis. Am 26. Januar ist ab 20 Uhr im Großen Saal "Monkey Sandwich" zu erleben, eine verstörende Liveperformance mit Musik, Tanz, Theater und vor allem Film. Auf der überdimensionalen Leinwand wird die Geschichte eines Mannes erzählt, der versucht, die Natur zu beherrschen, und mit diesem Geschehen ist in aller Blöße ein Mann allein auf der Bühne konfrontiert, der gegen die Übermacht der Bildermaschine anzukämpfen sucht.

Wer sich übrigens für beide Vorstellungen entscheidet, dem bietet der Veranstalter Hellerau - Europäisches Zentrum der Künste Dresden ein Kombiticket an zum Preis von 30 Euro/ermäßigt 15 Euro. Zudem gibt es auch ein umfangreiches Rahmenprogramm zu diesem Gastspiel. So findet am 24. und 25. Januar ein Workshop statt mit dem spanischen Tänzer Inaki Azpillaga. Er gehört seit 1994 zur Kompanie Ulima Vez. Am 26. Januar, Beginn 17.30 Uhr, ist "The Wim Reel" im Ecksalon West vom Festspielhaus zu erleben, ein von Wim Vandekeybus kuratiertes und live kommentiertes Filmprogramm mit seinen eigenen sowie Filmen, die ihn bei seiner künstlerischen Arbeit inspiriert haben. Sie werden in englischer Sprache aufgeführt. Zudem gibt es Kurzfilme von Vandekeybus im Oberen Foyer zu sehen, darunter "Bereft of a Blisful Union" (1996) sowie "The Last Words" (1999) und "Silver" (2001).

Aber auch schon im Vorfeld des Gastspiels bietet sich im Dresdner Kino Thalia (Dresden-Neustadt, Görlitzer Straße 6) die Chance, einen Einblick in das bemerkenswerte filmische Schaffen von Wim Vandekeybus zu bekommen. 2002 entstand der Film von knapp einer Stunde "In Spite of Wishing and Wanting" mit der Musik von David Byrne. Die ausschließlich männlichen Tänzer trotzen der Schwerkraft bis zur völligen Erschöpfung. Der Film wird am 17. Januar ab 20 Uhr gezeigt. "Roseland" von 1990 (46 Minuten, Regie: Wim Vandekeybus & Walter Verdin; Musik: Thierry de Mey, Peter Vermeersch) ist für den 23. Januar angekündigt, Beginn 19 Uhr. Es ist der erste Tanzfilm von Wim Vandekeybus, inspiriert von seinen Choreografien "What the Body Does Not" (1987), "Les porteuses de mauvaises nouvelles" (1989) und "TheWeight of a Hand" (1990). Der Film variiert diese Arbeiten in der Vergänglichkeit eines seit Jahrzehnten leerstehenden Kinos, schafft in Tanz und Filmschnitt eine sehr besondere Bewegungsstruktur, die den Blick für Details, für Wandlungen und überraschende Wechsel schärft. "Roseland" wurde mit dem Dance Screen Award ausgezeichnet.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 16.01.2013

Gabriele Gorgas

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