Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 7 ° wolkig

Navigation:
Google+
Kommen Sarrasanis Tiger unter den Hammer?

Nach Pleite Kommen Sarrasanis Tiger unter den Hammer?

Wie geht es weiter mit dem Unternehmen Sarrasani, das mit 800 000 Euro in der Kreide steht? Und was wird aus den weißen Tigern, den Markenzeichen des Magiers? Tatsächlich droht Sarrasani der Abschied von den Vierbeinern – sollten die Großkatzen Teil der am 27. Juni gegründeten GmbH sein.

Sind die weißen Tiger Teil der Sarrasani-GmbH, müssten sie im Zuge des Insolvenzverfahrens verkauft werden.
 

Quelle: Archiv

Dresden.  Dr. Dirk Herzig dürfte dieser Tage der wichtigste Mann im Leben André Sarrasanis sein. Der Dresdner Rechtsanwalt ist der Insolvenzverwalter des Zirkusdirektors, kümmert sich in dieser Funktion also um dessen Vermögen. Wie geht es weiter mit dem Unternehmen, das mit 800 000 Euro in der Kreide steht (DNN berichteten)? Und was wird aus den weißen Tigern, den Markenzeichen des Magiers?

Tatsächlich droht Sarrasani der Abschied von den Vierbeinern – sollten die Großkatzen Teil der am 27. Juni gegründeten GmbH sein. Das bestätigte Ingo Schorlemmer, Pressesprecher des beauftragten Rechtsanwaltsunternehmens Schultze & Braun GmbH & Co. KG, auf DNN-Anfrage. „Es hängt davon ab, wem die Tiere gehören. Gehören sie zur GmbH, wären sie Insolvenzmasse“, sagt Schorlemmer. Und das würde den Verkauf bedeuten. „Dann müsste man jemanden finden, der die Tiger übernimmt, zum Beispiel einen Zoo oder einen anderen Zirkus“, so der Sprecher. Zunächst sei das aber alles noch reine Theorie.

Denn verfahrenstechnisch sei man in der Insolvenz-Causa Sarrasani noch ganz am Anfang. Ob die Tiger dem Zirkusdirektor privat gehören oder der GmbH, ist noch unklar. „Jetzt müssen wir uns erstmal einen Überblick verschaffen und alles in Ruhe klären“, sagt Schorlemmer.

Auch Sarrasani-Sprecherin Sabine Horn vermag nicht mehr Licht ins Dunkel zu bringen. „Der aktuelle Stand ist mir nicht bekannt.“ Weder bei den weißen Tieren noch bei der „Goldnen Weintraube“. Die Theaterkneipe an den Landesbühnen Sachsen in Radebeul wollte André Sarrasani ab September als Betreiber übernehmen. Ob er es tatsächlich tut, ist offen.

Mario Müller-Milano, Betreiber des Dresdner Weihnachtscircus und eigentlich ein Konkurrent, hat unterdessen Unterstützung angeboten. „Ich möchte nicht, dass der Laden vor die Hunde geht. Ich bin jederzeit bereit zu einem Gespräch, weil es mir leid tut, wenn dieser Name kaputt geht. Wenn André sich helfen lässt, werde ich es tun“, so Müller-Milano. Zunächst allerdings müssten die Karten auf den Tisch, die Fakten geklärt sein. Auch ein neues Konzept wäre Voraussetzung für die Hilfe Müller-Milanos. Denn das sei bei Sarrasani seit Jahren verkehrt, weder „Fisch noch Fleisch“. Der Normalbürger wisse bei den Eventankündigungen gar nicht, was ihn erwartet. Ein richtiges Cabaret der 20er Jahre schwebt dem Weihnachtscircus-Betreiber vor – mit passender Musik, mehr Intimität und einem Conferencier, der auch mal aktuelle Geschehnisse aufs Korn nimmt.

Von Christin Grödel

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Zu hohe Mieten, zu wenig Besucher und Steuerbelastung

Die Sarrasani GmbH hat bei dem Amtsgericht Dresden Insolvenzantrag gestellt. "Das ist ein trauriger Tag für meine Familie, unser Unternehmen und natürlich für mich", sagte André Sarrasani am Freitag in einer Presseerklärung.

mehr
Mehr aus Lokales
  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr

  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wettersponsor

Das Wetter in und um Dresden präsentiert Ihnen die Toskana-Therme Bad Schandau.