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Kolloquium für einen Brückenbauer - Jürgen Stritzke feiert heute seinen 75. Geburtstag

Kolloquium für einen Brückenbauer - Jürgen Stritzke feiert heute seinen 75. Geburtstag

Der Dresdner Jürgen Stritzke, einer der bekanntesten deutschen Brückenbauprofessoren, feiert heute seinen 75. Geburtstag. Der Jubilar, nach der Wende als ordentlicher Professor für Massivbrückenbau berufen, kann auf ein erfülltes Berufsleben zurückblicken.

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Prof. Jürgen Stritzke

Zunächst war er an der Fakultät für Bauingenieurwesen der TU Dresden nach 1992 Prodekan, bevor er von 1997 bis 2000 die Funktion eines Dekans ausübte und damit wesentlich zur Profilierung "seiner" Fakultät beitrug.

Vor 21 Jahren begründete Jürgen Stritzke das so genannte Dresdner Brückenbausymposium. Waren es am Anfang nur 120 Teilnehmer, so entwickelte sich das Symposium schrittweise zur inzwischen größten Brückenbautagung in Deutschland mit jetzt regelmäßig über 1500 Teilnehmern. Eine großartige Bereicherung der Veranstaltung stellt seit 2006 die Verleihung des Deutschen Brückenbaupreises im zweijährigen Rhythmus dar. Dieser steht unter der Schirmherrschaft des Bundesministers für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, der Vorsitz der Jury obliegt seit jeher Stritzke. Für seine Verdienste um das Brückenbausymposium erhielt er 2005 den "Dresden Congress Award" sowie 2010 die "Ehrenmedaille der TU Dresden".

Für Jürgen Stritzke, der ab 1955 an der Technischen Hochschule in Dresden Bauingenieurwesen studierte, war es stets wichtig, intensive Kontakte zur Baupraxis zu pflegen, insbesondere zum Stahlbeton-, Spannbeton- und Massivbrückenbau. Aus seiner wissenschaftlichen und baupraktischen Tätigkeit ist natürlich eine Vielzahl von Veröffentlichungen entstanden. Unter seiner Regie erschienen allein 20 Tagungsbände.

"Brücken verbinden!", das gehört zu Stritzkes beruflichem Leitmotiv. In diesem Zusammenhang hat er sich nachhaltig für den Bau der Dresdner Waldschlößchenbrücke eingesetzt. 1997 war er Mitglied der Jury zum Realisierungswettbewerb der neuen Elbquerung. Zusammen mit weiteren Fachkollegen analysierte Stritzke vor sechs Jahren das so genannte "Aachener Gutachten" hinsichtlich der Auswirkungen der Waldschlößchenbrücke auf das Unesco-Weltkulturerbe "Dresdner Elbtal" und wies eindringlich auf die Fehlerhaftigkeit dieses Gutachtens hin, das leider die Aberkennung des Weltkulturerbetitels einleitete.

Anlässlich seines Geburtstages wird es heute an der TU Dresden ein Ehrenkolloquium für Prof. Jürgen Stritzke geben, der sicher auch nach seinem 75. dem Brückenbau nicht den Rücken kehren wird. Im Beirat der Bundesingenieurkammer beschäftigt er sich zur Zeit mit "Historischen Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland". Dem Jubilar kann man nur weiterhin beste Gesundheit und viel Schaffenskraft als Brückenbauer wünschen.

*

*Unser Autor ist emeritierter Professor an der TU Dresden; er leitete viele Jahre lang die Professur für Straßenverkehrstechnik.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 13.12.2012

Werner Schnabel

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