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Klotzen statt kleckern auf der Baustelle - DNN-Leser bringt Bewegung an der Kita Bergstraße

Klotzen statt kleckern auf der Baustelle - DNN-Leser bringt Bewegung an der Kita Bergstraße

"Ich bin kein Nölefritze, aber ich kann das bald nicht mehr ansehen", erklärte Otto Senff. Der langjährige DNN-Leser meldete sich am Donnerstag in der Redaktion, weil sich gegenüber seiner Wohnung auf einer Kita-Baustelle so gar nichts mehr tat.

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Otto Senff hat früher als Bauingenieur gearbeitet und eine entvölkerte Baustelle ist für ihn unerträglich. Die DNN haben nachgefragt, was bei dieser Kita los ist.

Quelle: M. Arndt

Die Anwohner würden sich schon seit Langem fragen, was das eigentlich für eine Baustelle ist, sagte der 84-jährige Rentner. Mal seien zwei, drei Arbeiter zu sehen, mal setze einer ein paar Steine, dann passiere wieder über Tage nichts, berichtete er. Am Donnerstag herrschte jedenfalls wieder gähnende Leere zwischen den Baumaschinen und Sandbergen. "Für mich als ehemaliger Bauingenieur ist so etwas unerträglich", kommentierte der Senior das schleppende Vorwärtskommen. Wäre er dort Bauleiter, würde er so etwas nicht durchgehen lassen, hier würden schließlich Steuergelder investiert.

Otto Senff hatte auch schon bei der Dresdner Stadtverwaltung angerufen. Er wollte wissen, was da in seiner Südvorstadt los ist, wurde aber nur von Apparat zu Apparat durchgereicht. Also ging er den Weg über die Zeitung und ließ die DNN nachfragen. Andreas Kurz, Sachgebietsleiter für Investitionen des Kita-Eigenbetriebes musste nicht lange überlegen, welche Baustelle gemeint sein könnte. Es handelt sich um die "Kita Bergstraße". Die Stadt hat sie seit Anfang 2013 für drei Millionen Euro aufwendig saniert, seit dem 23. Juni ist sie wieder im laufenden Betrieb. Aber auf einer Außenfläche, die die Hortkinder der benachbarten Grundschule nutzen sollen, wird noch gebaut. "Da ist wohl das Gas ein bisschen rausgenommen worden, weil Ferienzeit ist", vermutete Andreas Kurz. Der Leser habe natürlich vollkommen recht, sagte Kurz zu dessen Hinweis.

Und siehe da: Otto Senff und seine Nachbarin kamen am gestrigen Freitag aus dem Staunen nicht mehr raus. "Seit früh um 7 Uhr herrscht auf der Baustelle Hochbetrieb", berichtete der Rentner. Der Schuttberg, der lange herumlag, ist verschwunden, alte Zäune wurden abgebaut, der Boden geebnet. Das Gaspedal wurde wohl wieder gefunden.

Nach Auskunft der Stadt sollen die Bauarbeiten im Außenbereich der "Kita Bergstraße" noch Ende diesen Monats abgeschlossen sein.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 16.08.2014

Madeleine Arndt

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