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Kita statt Parkplätze: Anwohner ärgern sich über Wegfall ihrer Garagen in Dresden-Trachau

Kita statt Parkplätze: Anwohner ärgern sich über Wegfall ihrer Garagen in Dresden-Trachau

In Dresden fehlen nach wie vor Kita-Plätze. Um den ab 1. August gültigen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz zu erfüllen, muss die Stadt mehr Plätze schaffen.

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Quelle: dpa

Auf der Schützenhofstraße in Trachau soll nun eine neue Kita entstehen. Doch es gibt Ärger mit den Anwohnern, deren Garagenmietverträge gekündigt wurden. Denn auf dem Gelände, wo sich derzeit der Garagenhof befindet, sollen künftig Kinder spielen und toben.

Das Bauvorhaben wird von der Stesad betreut, Bauherr ist die Stadt Dresden. Im Juli sollen die Bauarbeiten für eine Kita auf der Schützenhofstraße, teilte die Stadt auf Anfrage von DNN-Online mit. Fertig werden soll die neue Kita im ersten Quartal 2015. 75 Krippenkinder und 36 Kindergartenkinder sollen Platz in der Einrichtung finden. Die Anwohner sind verärgert über die Kündigung ihrer Garagenmietverträge.

Pieschens SPD-Stadtrat Richard Kaniewski bestätigt den Ärger der Anwohner. „Die Anwohner haben sich dahingehend geäußert, dass der Wegfall der Garagen und Parkplätze für die Kita schwierig sei.“ Unwillen der Anwohner hat nach Angaben der Grünen-Ortsbeirätin Kati Bischoffberger die Art und Weise der Kündigung erzeugt. „Die Stadt hat den Mietern viel zu spät und ohne ausreichende Erklärung gekündigt.“ Bischoffberger sieht die Not der Stadt, dringend neue Betreuungsplätze zu schaffen. Doch man müsse auch den Ärger der Anwohner nachvollziehen. Die Stadt teilte dazu mit, die Garagenmieter wurden vom Liegenschaftsamt Mitte Dezember 2012 schriftlich über die Kündigung zum 31. März informiert.

Laut Richard Kaniewski, SPD-Stadtrat für Pieschen, stufte die Stadt den Standort auf der Schützenhofstraße als nicht optimal ein, erachtet den Kita-Neubau aber als unerlässlich, angesichts der aktuellen Kita-Not. "Für die SPD-Fraktion steht fest: Parkplätze dürften kein Hinderungsgrund für Kitas sein. Diese Kita wird dringend gebraucht und wir werden ihren Bau politisch unterstützen. Allerdings muss die Verwaltung eine Möglichkeit finden, wie sie Ersatz für die wegfallenden Parkplätze bereitstellen kann", so Kaniewski.

Auch SPD-Stadtrat sieht in der mangelnden Kommunikation zwischen Stadt und Bürgern das eigentliche Problem. "Wir brauchen für solche Bauvorhaben eine beteiligungsorientierte und bürgernahe Kommunikation. Die Stadt hätte im Vorfeld besser informieren müssen. Damit werden Spannungen abgebaut und Ängste genommen", so Kaniewski. Es sei ungünstig, „verschiedene gesellschaftliche Gruppen gegeneinander auszuspielen".

Julia Vollmer

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