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Kita-Warnstreik in Dresden: Nur jede zweite Einrichtung ist offen

Kita-Warnstreik in Dresden: Nur jede zweite Einrichtung ist offen

Der Warnstreik der Gewerkschaften Verdi und GEW hat am Gründonnerstag für zahlreiche geschlossene Kitas und Horte in Dresden gesorgt. Nach einer Auflistung der Stadtverwaltung hatten 81 von 168 Kindertagesstätten geschlossen.

87 Kitas öffneten hingegen normal oder sicherten die Notfallbetreuung ab.

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Impressionen vom Kita-Warnstreik in Dresden am 2. April

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Die Informationen wurden unter dresden.de/kita-streik viertelstündlich aktualisiert. Etwa 2600 Zugriffe auf die Seite wurden am Dienstag und Mittwoch registiert. Das entspräche etwa der Hälfte der Zahlen vom vorangegengen Streik 2014.  Zusätzlich hat der Eigenbetrieb eine Telefonhotline eingerichtet, unter der den Eltern ab 6 Uhr ihre Fragen zu allen bestreikten Einrichtungen beantwortet werden. Wie die Verwaltung meldet, wurden rund 120 Anrufe verzeichnet. 80 Eltern und ihre Kinder wurden an die Notfalleinrichtungen vermittelt.

Zur Kundgebung der Streikenden am Donnerstagvormittag auf dem Schützenplatz hatten sich laut Verdi rund 900 Personen eingefunden, die Stadt spricht von etwa 800 Teilnehmern. Zum Streik aufgerufen sind nur die kommunalen Kitas, so Verdi-Landesbezirksfachbereichsleiterin Manuela Schmidt. Erzieher, die bei Einrichtungen freier Träger arbeiten, dürfen formal nicht zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen werden, betonte die Verdi-Sprecherin.

Selbstverständlich gebe es bei den Betroffenen auch einmal Unverständnis, von wütenden Eltern wusste Schmidt am Donnerstag aber nichts zu berichten. "Ich denke, wir haben die Eltern im Vorfeld gut informiert", berichtet die Fachsbereichsleiterin. "Es ist unser legitimes Recht, zu streiken und das einzige Mittel, um unsere Forderungen durchzusetzen", betonte Schmidt.

Die Gewerkschaften forderen in den derzeitigen Tarifverhandlungen für die Erzieher und Sozialarbeiter eine bessere Eingruppierung. Die jetzige sei über 24 Jahre alt, sagte Verdi-Sprecherin Ute Fölsche. „Seitdem sind die Anforderungen an die Mitarbeiter deutlich gestiegen.“ Mit einer besseren Eingruppierung bekämen die Angestellten rund zehn Prozent mehr Gehalt. „Noch aber liegt uns kein vernünftiges Angebot vor“, sagte Fölsche. Die Verhandlungen gehen am 9. April in die nächste Runde.

sl/jv/fs

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