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Kita-Streik in Dresden am Donnerstag - kommunale Einrichtungen betroffen

Kita-Streik in Dresden am Donnerstag - kommunale Einrichtungen betroffen

Am Donnerstag sind die Mitarbeiter aller städtischen Kindertagesstätten zum Streik aufgerufen. Das erklärte Antje Drescher von der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi gestern auf DNN-Anfrage.

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Quelle: dpa

Hintergrund sind die bundesweiten Tarifverhandlungen über eine Aufwertung von Sozial- und Erziehungsberufen. Vor der nächsten Runde will die Gewerkschaft den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. Am Dienstag sollen die Eltern informiert werden.

Für Donnerstag werde zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. In Dresden gibt es rund 160 kommunale Kitas mit etwa 2500 Beschäftigten. Sie werden vom Eigenbetrieb Kindertagesstätten der Stadt unterhalten. Laut Drescher, die bei Verdi als Gewerkschaftssekretärin für den Fachbereich Gemeinden zuständig ist, hat es der Eigenbetrieb in den letzten Jahren in ähnlichen Fällen so organisiert, dass pro Ortsamt eine Kindereinrichtung zur Notversorgung geöffnet hat. Die Gewerkschaft hofft, dass die Eltern zudem die Zeit nutzen, um sich alternative Betreuungsmöglichkeiten zu suchen.

Am Schützenplatz in Dresden will Verdi an der Geschäftsstelle des Landesbezirks ab 6 Uhr ein Streiklokal einrichten, wo die Beschäftigten zum Streikfrühstück zusammenkommen können. Gegen 10.30 Uhr soll es dort auch eine Kundgebung zum Streik geben. „Wir hoffen am Donnerstag auf eine große Beteiligung“, erklärte Drescher. Prognosen wollte sie nicht abgeben, die Resonanz aus dem Mitarbeiterkreis sei aber sehr positiv.

Die Stadt will sich am Dienstag mit der Gewerkschaft an einen Tisch setzen und strebt den Abschluss einer Notdienstvereinbarung an. Dazu hielt sich Drescher mit einer Bewertung zurück. Seitens der Stadt war auf die grundsätzliche Streikankündigung in der vergangenen Woche mit Unverständnis reagiert worden, da Arbeitgeber und Gewerkschaften sich bereits auf einen Verhandlungsplan verständigt hätten.

Verdi hält eine Aufwertung der sozialen Berufe für längst überfällig, denn die Anforderungen an die Beschäftigten seien in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Die Eingruppierung der Mitarbeiter erfolge aber immer noch nach Tätigkeitsmerkmalen von 1991. „Die heutigen Anforderungen können sie damit überhaupt nicht mehr vergleichen“, erklärte gestern Gewerkschaftsvertreterin Drescher.

Die angestrebte Aufwertung würde im Durchschnitt eine zehnprozentige Gehaltserhöhung bedeuten. Laut Verdi hätten die kommunalen Arbeitgeber erklärt, für eine allgemeine Verbesserung der Eingruppierung läge kein Grund vor. Deshalb müsse der Druck auf die Arbeitgeber vor der am 9. April stattfindenden 3. Verhandlungsrunde deutlich erhöht werden.

Ingolf Pleil

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