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Kita-Lücke hat private Kindergärten erreicht

Kita-Lücke hat private Kindergärten erreicht

Die Dresdner Kita-Lücke, die sich zuerst in den städtischen und freien Krippen aufgetan hat, ist nun auch in den Privat-Kindergärten angekommen: Obwohl die Eltern hier deutlich höhere Beiträge bezahlen müssen, berichten die Privat-Kitas über eine hohe Auslastung und Wartezeiten von oft sechs bis zwölf Monaten auf freiwerdende Plätze.

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Die "Bienengruppe" der "Villa für Kinder" vergnügt sich im Sandkasten - viele Eltern wissen die besonderen Angebote von Privat-Kitas zu schätzen.

Quelle: Dietrich Flechtner

Ausbaupläne hegen aber nur wenige Betreiber, da laut allen Prognosen in ein paar Jahren die Kinderzahlen in Dresden wieder sinken dürften.

Von Heiko Weckbrodt

"Wir haben einen richtigen Ansturm", berichtet beispielsweise Antje Henning von der Blasewitzer "Villa für Kinder". Die Frequenz der Elternanfragen sei derzeit besonders hoch - wohl weil städtische und freie Kitas in jüngster Zeit viele Absagen ausgeschickt haben, mutmaßt die Privat-Kita-Betreiberin. Wartezeit von einem halben Jahr, bis ein Platz frei wird, seien durchaus die Norm.

Die schlaue Frau bewirbt sich nach der Empfängnis

"Wir sind voll und haben derzeit keine Kapazitäten, um neue Kinder aufzunehmen", sagt auch Dana Burkhardt, Betreiberin von "Darbohnes Kinderwelt" in Niedersedlitz - mit bis zu 200 Plätzen immerhin die größte Privat-Kita in Dresden. Wer schlau sei, bewerbe sich bereits zu Beginn der Schwangerschaft um einen Platz.

Ähnliche Aussagen gab es auf DNN-Anfrage von den Privat-Kitas "Die Gartenkinder" in Trachenberge, "Knirpse" in der Neustadt und anderen - in den drei "Villa Kindertraum"-Kitas werden jetzt teilweise bereits die Anmeldungen für den Sommer 2013 bearbeitet.

Das war nicht immer so: Als sich die ersten Privat-Kitas Ende der 1990er Jahre in Dresden etablierten, mussten sie sich zunächst stark mühen, ihre Häuser voll zu bekommen, da sie in direkter Konkurrenz zu städtisch und freistaatlich subventionierten Kindergärten standen. Auch heute noch ist der Preisunterschied erheblich: Während Eltern in geförderten Kitas für einen Krippenplatz 189 Euro und für einen Kindergartenplatz 132 Euro zahlen, sind in privaten Kitas pro Ganztagsplatz - je nach Anbieter und Kindesalter - meist zwischen 300 und 650 Euro fällig.

"Es gibt inzwischen aber viele Eltern, die sich das leisten können", schätzt Antje Henning von der "Villa für Kinder" ein. "Zudem stützen einige Firmen die Plätze für ihre Mitarbeiter".

Viele Eltern auf lange Öffnungszeit angewiesen

Auch wechseln teils Eltern in private Kitas, weil sie in kommunalen Kindergärten mit ihren oft recht großen Gruppen die Erzieherinnen als überlastet empfinden. Andere sind auf die langen Öffnungszeiten der Privaten angewiesen, um Job und Familie unter einen Hut zu bekommen.

All dies hat dazu geführt, dass die Akzeptanz privater Betreuungsangebote gewachsen ist. Mittlerweile gibt es neun Privat-Kitas in Dresden - darunter das "Parkhaus" von Iris Ebmeyer an der Goetheallee, das als einzige Einrichtung derzeit eine deutliche Erweiterung vorbereitet: Im Juli soll auf dem Nachbargrundstück in Blasewitz ein zweites "Parkhaus" für rund 120 Kinder eröffnen. Hier sind der Legende nach sogar noch Plätze zu vergeben.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 18.04.2012

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