Volltextsuche über das Angebot:

21 ° / 11 ° wolkig

Navigation:
Google+
Kita-Eigenbetrieb in Dresden errechnet Millionen-Defizit für Investitionen

Finanzen Kita-Eigenbetrieb in Dresden errechnet Millionen-Defizit für Investitionen

Seit Jahren wird in Dresden über den Finanzbedarf für Investitionen in Kindertagesstätten gestritten, um den Rechtsanspruch auf Betreuung zu sichern. Mit Gelder des Landes versuchte OB Dirk Hilbert den Befreiungsschlag. Doch jetzt zeigen Berechnungen des Eigenbetriebes, dass das Geld weiterhin nicht reicht.

Voriger Artikel
Hochrangige Persönlichkeiten kommen zu Bilderberg-Konferenz in Dresden
Nächster Artikel
Zeitung: Dresdner Schüler an Ausreise aus Russland gehindert

Für Investitionen in die Kinderbetreuung in Dresden fehlen weiterhin Millionenbeträge.

Quelle: Archiv

Dresden. Seit Jahren wird in Dresden über den Finanzbedarf für Investitionen in Kindertagesstätten gestritten. Mit Gelder des Landes versuchte OB Dirk Hilbert den Befreiungsschlag. Doch jetzt zeigen Berechnungen des Eigenbetriebes, dass das Geld weiterhin nicht reicht. Die Debatten über den nächsten Doppelhaushalt der Stadt für 2017 und 2018 laufen hinter den Kulissen bereits auf Hochtouren. Der Eigenbetrieb schlägt dafür schon mal seine Pflöcke ein.

In einem Schreiben an alle Fraktionen und die Mitglieder des Finanzausschusses reicht Sozialbürgermeisterin Kris Kaufmann (Linke) jetzt die Berechnungen des Eigenbetriebs Kindertagesstätten weiter. Der Eigenbetrieb macht in dem DNN vorliegenden Papier eine einfache Rechnung auf: 58,5 Millionen Euro stehen im Wirtschaftsplan für 2016 als „ungedeckter Mehrbedarf“ für Sanierungen und Neubaumaßnahmen drin. Sie gelten als notwendig um auch in den kommenden Jahren den Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz mit ausreichendem Angebot abzusichern. Hinzukommen weitere Ausgaben für aktualisierte Kostenschätzungen für Einzelbaumaßnahmen (5,5 Millionen Euro), die zusätzliche Sanierung der Kita auf der Johann-Meyer-Str. 35 im Förderprogramm des Landes „Brücken in die Zukunft“ sowie die ausgefallenen Verkaufserlöse für die Grundstücke Oskar-Seyffert-Str. und Prellerstraße, weil die Objekte von der Stadt doch weiter genutzt werden, wenn auch für andere Zwecke. In der Summe kommt der Eigenbetrieb damit auf 69,4 Millionen Euro. Davon können die Gelder aus dem Brücken-Förderprogramm des Freistaat abgezogen werden. 28,8 Millionen Euro will die Stadt aus diesem Programm für die Kitas einsetzen. Bleibt nach Rechnung des Eigenbetriebes unter dem Strich ein „weiterhin ungedeckter investiver Mehrbedarf“ von 40,6 Millionen Euro. OB Hilbert hatte ausreichend Mittel für diesen Bereich versprochen.

In einem weiteren Schreiben macht der Eigenbetrieb deutlich, dass bei einer prognostizierten Nutzungsdauer von mehr als 20 Jahren die Eigeninvestition die wirtschaftlichste Variante ist. Die Anmietung von Standorte käme in Frage, wenn die aufgrund der Bedarfsentwicklung absehbare Nutzungsdauer kürzer ist oder Grundstücke für einen Eigentumserwerb nicht zugänglich sind. Weitere Möglichkeiten zur Deckung des Bedarfs sei die Anmietung von Kapazitäten durch freie Träger oder deren Investitionen in Kindertagesstätten.

Von Ingolf Pleil

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Lokales
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wettersponsor

Das Wetter in und um Dresden präsentiert Ihnen die Toskana-Therme Bad Schandau.