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Kita-Beiträge steigen in Dresden

Kita-Beiträge steigen in Dresden

Die Dresdner Eltern müssen sich ab 1. September auf steigende Kita-Gebühren einstellen. Das geht aus der nun vorgelegten Betriebskosten-Abrechnung des Eigenbetriebes Kindertagesstätten (Kitas) hervor.

Demnach werden sich die Elternbeiträge in den Hauptbetreuungsformen "Krippe", "Kindergarten" und "Hort" zwar nur leicht verteuern. Für die Ganztagsbetreuung von Förderschülern hingegen ist ein saftiger Aufschlag von zwölf Prozent absehbar.

Von Heiko Weckbrodt

Wieviel kostet der Kita-Besuch künftig?

Die Beiträge für einen Standardplatz (Neun Stunden, erstes Kind) in einer Krippe oder bei einer Tagesmutter verteuern sich ab 1. September um 1,7 Prozent auf 192,54 Euro. Für den Neun-Stunden-Kindergartenplatz steigt der Beitrag um 0,6 Prozent auf 133,01 Euro, im Hort (fünf Stunden) um 1,6 Prozent auf 66,82 Euro.

Deutlich teurer wird es hingegen für Eltern, die eine Ganztagsbetreuung an Förderschulen nutzen: Da wird sich der Neun-Stunden-Platz um zwölf Prozent auf 164,36 Euro erhöhen.

Warum die Teuerung?

Angesichts der allgemeinen Kostensteigerungen und vor allem der Tariferhöhungen für Erzieherinnen sind die Beitragserhöhungen in Krippen, Kindergärten und Horten recht moderat ausgefallen, argumentiert Kita-Eigenbetriebs-Chefin Sabine Bibas. Die starken Teuerungen für Förderschüler seien darauf zurückzuführen, dass hier nur relativ wenige Kinder betreut werden und damit jedes Zusatzprojekt recht stark pro Kopf durchschlägt. "Wir haben dort zusätzliche pädagogische Honorarkräfte engagiert, um die Kinder besser betreuen zu lassen", sagt Bibas. "Aber das verursacht natürlich auch Kosten, die wir teilweise auf die Eltern umlegen müssen." Auch habe der Eigenbetrieb die Außenanlage einer Förder-Kita an der Konkordienstraße erneuern lassen. Insgesamt werden in den Förder-Kitas aber nur 481 Kinder betreut - 379 in kommunalen und 102 in freien Einrichtungen -, so dass die Pro-Kopf-Umlage hier recht hoch ausfällt. Zum Vergleich: Insgesamt gibt es in Dresden über 44 000 Kita-Kinder, da fallen einzelne Zusatzangebote nicht so stark ins Gewicht.

Müssen die Eltern alle Kostensteigerungen alleine tragen?

Nein: Eltern dürfen laut sächsischem Kita-Gesetz nur zu 23 Prozent an den Krippen-Betriebskosten und zu 30 Prozent an den Kindergarten- und Hort-Kosten beteiligt werden. Den großen Rest tragen Kommune (je nach Platz-Art 36 bis 60 Prozent) und Land (maximal 150 Euro in Kiga und Krippe beziehungsweise 100 Euro im Hort).Daneben bezahlt die Kommune im Übrigen die Ermäßigungen für Alleinerziehende, Arme und Geschwisterkinder aus ihrer Kasse.

Warum wird über die Beiträge nicht erst mal diskutiert?

Vor sieben Jahren hatten Stadtrat und Jugendhilfeausschuss beschlossen, dass Betriebskosten-Veränderungen automatisch bis zu den zulässigen Höchstgrenzen auf die Eltern umgelegt werden, wie es auch jetzt geschieht.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 30.06.2012

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