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Kita-Ausbau: Dresden droht ab 2014 Personalmangel

Kita-Ausbau: Dresden droht ab 2014 Personalmangel

Der großflächige Ausbau von Krippen- und Kitaplätzen in Dresden könnte im kommenden Jahr dazu führen, dass Dresden nicht mehr genügend ausgebildete Erzieher findet.

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Dresden baut sein Kita-Angebot immer weiter aus. Allerdings könnte es ab 2014 zu wenig Bewerber für die neuen Arbeitsplätze geben.

Quelle: dpa

„Im Moment sieht das noch ganz gut aus“, sagte der parteilose Sozialbürgermeister Martin Seidel am Dienstag in einer Diskussionsrunde.

Im kommenden Jahr könne das aber anders aussehen. Bei der letzten Einstellungswelle im vergangenen Jahr hätten sich auf jede ausgeschriebene Stelle 2,5 Bewerber gemeldet, so Seidel. Das habe gereicht, um alle Plätze zu besetzen. Zudem habe die Stadt damals für die in diesem Jahr fertig werdenden Neubauten vorgesorgt. Rund 100 Erzieher wurden „auf Vorrat“ eingestellt. Das habe die Stadt zwar 1,3 Millionen Euro gekostet, dafür sind die neuen Kollegen und Kolleginnen jetzt schon eingearbeitet.

Bei freien Trägern, die in Dresden mehr als die Hälfte aller Krippenlätze und rund 40 Prozent der Kitaplätze stellen, sieht die Lage aber schon anders aus. „Man muss nehmen, was kommt“, beschreibt AWO-Geschäftsführer Thomas Pallutt die Lage. Mitarbeiter auf Vorrat einzustellen, gehe angesichts der knappen Kassen nicht. Zudem zahlen freie Träger meist weniger, so dass die besten Bewerber zur Stadt gehen. Dass manche freie Einrichtung aufgrund spezieller Konzepte spezielle Anforderungen an ihr Personal hat, mache die Situation noch komplizierter.

Zudem, so weist Pallutt hin, konkurrieren nicht nur die Dresdner Einrichtungen miteinander. In anderen Bundesländern würden deutlich höhere Löhne bezahlt, zudem sei dort der Bedarf an Fachkräften noch viel größer. Dass es in den kommenden Jahren schwerer wird, passendes Personal zu finden, weiß auch Seidel. „Es ist ein bisschen schwierig“, gab er zu. Wenn 2014 die nächsten Kitas fertig werden, muss die Stadt voraussichtlich länger suchen, um ideale Mitarbeiter zu finden.

Seine Hoffnung setzt er auf eine bessere Anerkennung von fachnahen Abschlüssen. So dürfen studierte Erziehungswissenschaftler bisher nicht als Erzieher arbeiten. Bislang ist eine zusätzliche berufsbegleitende Fachschulausbildung nötig. Hier müsse sich das Kultusministerium bewegen, so Seidel.

Grünen-Stadträtin und bildungspolitische Sprecherin ihrer Fraktion, Gerit Thomas, kritisierte Seidel am Donnerstag: „Dass die BewerberInnenzahlen für den Erzieherberuf sinken, ist seit langem bekannt, nicht zuletzt, weil auch die Leiterin des städtischen Eigenbetriebes Kindertagesstätten, Bibas, oft genug darauf hingewiesen hat. Die grüne Stadtratsfraktion hat im Februar 2012 einen Antrag dazu eingereicht, der jedoch vom Jugendhifeausschuss seit längerem vertagt wurde. Dieser Antrag muss nun dringend auf die Tagesordnung, denn das Problem ist offenkundig nicht länger aufzuschieben“, forderte sie.

sl

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