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Kirchenvertreter und Tillich setzen bei Dresdner Christvesper Zeichen gegen Fremdenhass

Kirchenvertreter und Tillich setzen bei Dresdner Christvesper Zeichen gegen Fremdenhass

Gemeinsam mit den Vertretern der katholischen und der evangelischen Landeskirche setzten Ministerpräsident Stanislaw Tillich und Dresdens Oberbürgermeisterin Helma Orosz bei der Christvesper ein Zeichen gegen Fremdenhass.

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Quelle: Julia Vollmer

Auf dem Dresdner Neumarkt vor der Frauenkirche versammelten sich am Dienstagabend tausende Gäste um gemeinsam Weihnachtslieder zu singen und das Jahr Revue passieren zu lassen.

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Eindrücke der Dresdner Christvesper

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In ihren Redebeiträgen riefen die Kirchenvertreter und Tillich zu Nächstenliebe und Solidarität mit den Flüchtlingen auf. Frauenkirchenpfarrer Holger Treutmann mahnte an, sich einander die Hände zu reichen und Tür und Tor für die Mitmenschen zu öffnen. Großen Symbolwert hatte dabei, dass als erstes Lied „Macht hoch die Tür“ erklang. Superintendent Christian Behr betonte die Barmherzigkeit und Nächstenliebe als wichtige Werte. Es gäbe keine realen Gründe für die Ängste, die die Pegida-Bewegung schüre. Sachsens evangelischer Bischof Jochen Bohl widersprach Argumenten der islamfeindlichen „Pegida“-Organisatoren und rief zugleich zum Dialog mit deren Anhängern auf: „Worüber aber nicht gestritten werden kann, ist die Verpflichtung des Staates zu Humanität; das ist ja sein tragender Grund. Und dazu gehört auch die Aufnahme von Flüchtlingen“, sagte Bohl vor Tausenden Zuhörern.

Auch Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich rief dazu aufgerufen, solidarisch mit den Menschen zu sein, die vor Krieg und Gewalt fliehen müssen. .„Heute ist es an uns, Solidarität zu üben. Teilen wir unsere Freiheit und unseren Wohlstand mit denen, die Unfreiheit und Krieg entfliehen. Denn am Ende werden wir davon alle bereichert – sowohl die Neuankömmlinge als auch wir.“ Der Regierungschef sagte weiter:

„Ja, es gibt Verunsicherung und Ängste. Niemandem ist damit geholfen, sie pauschal als ausländerfeindlich oder extremistisch abzutun. Womit uns allen, auch den Flüchtlingen geholfen ist, das ist, diese Ängste ernst zu nehmen und uns zu fragen: Wie schaffen wir es gemeinsam, dass aus dieser Situation für uns und die Neuankömmlinge etwas Gutes wird? Nehmen wir die Aufgabe an - und das nicht nur zu Weihnachten, sondern Tag für Tag.“

jv

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