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"Kindeswohlgefährdung": Dresdner Grüne fordern Alternativunterbringung für Familien

"Kindeswohlgefährdung": Dresdner Grüne fordern Alternativunterbringung für Familien

Die Kritik an den Zuständen im Dresdner Zeltlager an der Bremer Straße reißt nicht ab. Nun fordern die Dresdner Grünen eine alternative Unterbringung für Familien mit Kindern.

 

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Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU) machte sich am Montag ein Bild von der Situation der Flüchtlinge im Zeltlager auf der Bremer Straße in Dresden.

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Mit der kurzfristigen Errichtung des Flüchtlingscamps auf der Bremer Straße als notdürftige Erstaufnahmeeinrichtung habe der Freistaat Sachsen erneut gezeigt, dass er unfähig ist, das Grundrecht auf Asyl in Sachsen menschenwürdig umzusetzen, so die Grünen. Bei aller Hochachtung vor den Leistungen der Helfer des DRK und des THWs - unter solchen Bedingungen sei menschen- und kindeswürdige Unterbringung nicht möglich, heißt es in einer Erklärung.

„Diese Lebenssituation ist für niemanden angemessen, aber insbesondere Kinder leiden unter den hygienischen Zuständen, dem stundenlangen Anstehen für Essen, der fehlenden Privatsphäre und Spielmöglichkeit. Wenn es dann noch - wie es unter den Bedingungen zu erwarten war - zu gewaltsamen Auseinandersetzungen kommt, kann man ohne jede Übertreibung von Kindeswohlgefährdung sprechen“, so Jens Hoffsommer, jugendpolitischer Sprecher der Stadtratsfraktion der Grünen. 

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Innenansichten der TU-Dresden-Turnhallen

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Eindrücke vom späteren Abend

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Eindrücke von der Zeltstadt für Flüchtlinge an der Bremer Straße in Dresden.

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Obwohl die Erstaufnahmeeinrichtung in den Zuständigkeitsbereich der Landes fällt, ist die Sicherung des Kindeswohls hoheitliche kommunale Aufgabe und Hoffsommer sieht hier die Stadt in der Pflicht: „Bei diesen unhaltbaren Zuständen muss das Jugendamt einschreiten.“, fordert Hoffsommer. „Natürlich geht es nicht darum die Kinder von ihren Eltern zu trennen, die für diese Lebenssituation nicht verantwortlich sind, sondern es müssen dringend alternative Unterbringungsmöglichkeiten für Familien gefunden werden“, so Hoffsommer weiter. Dabei sei zu prüfen, in wieweit Kosten für eine alternative Unterbringung von Familien dem Freistaat in Rechnung zu stellen sind, da dieser das Kindeswohl mit dieser Unterbringungsart gefährdet.

Aber auch für alle anderen BewohnerInnen müssen die Lebensbedingungen zwingend verbessert werden. Die von der Stadt begonnenen Maßnahmen zu Hilfe vor Ort sind gut, bedürfen aber der Ausweitung. Eine Stadt wie Dresden müsse sich daran messen lassen, wie sie mit ihren Schwächsten umgeht.

In den letzten Tagen war auch von den Seiten der SPD, die Linke und des Bündnisses Dresden für alle Kritik an den Umständen in der Zeltstadt laut geworden.

Julia Vollmer

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