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Kindertagesstätte Am Lehmberg eröffnet eine Natur-Projektgruppe für Vorschulkinder

Kindertagesstätte Am Lehmberg eröffnet eine Natur-Projektgruppe für Vorschulkinder

Und wenn es regnet? "Dann gehe ich in mein Zelt", sagt der fünfjährige Dominik. Stolz blickt er auf sein löchriges Tipi aus Holzstöcken. Die 29 Kinder der neuen Natur-Projektgruppe der Kita Am Lehmberg in Merbitz nehmen das Wetter gelassen.

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Mittagessen in der Natur: Dominik löffelt seine Nudeln. Er ist einer von 29 Kindern der neuen Natur-Projektgruppe.

Quelle: Norbert Neumann

Generell würden Kinder die Widrigkeiten der Natur viel weniger als Störfaktor ansehen als Erwachsene, meint Leiterin Heike Hessou. Genau hier möchte die Kitagruppe des Arbeiter-Samariter-Bundes ansetzen. Kontaktaufnahme mit der Natur soll ebenso gelehrt werden wie das Leben in und mit ihr. Frisch gegründet, ist die Gruppe seit dem 16. April im Außengelände oberhalb des Naturschutzgebietes Zschonergrund zu finden, wo Erlebnis- und Naturpädagogik praktiziert wird.

Das Konzept Naturgruppe der Kita ist einzigartig. Die Teilnahme ist freiwillig. Jährlich soll eine neue Gruppe gegründet werden, die die Kinder bis zur Einschulung begleitet.

Das Basislager befindet sich neben Obstbaumwiesen oberhalb des Zschonergrundes. Das Gelände gehört dem Ökobauern Bernhard Probst vom Vorwerk Podemus, der es an die Kita verpachtet. Ideen und Vorschläge zu einer Zusammenarbeit gibt es bereits. So gehen die Gedanken in Richtung Kräuterwoche oder Kirschfest mit dem Vorwerk Podemus.

Die Naturgruppe verfügt auf ihrem Gelände lediglich über einen Materialwagen. Zur Mittagsruhe steht eine mit Sonnensegeln überspannte, gepolsterte Isoliermatte zur Verfügung, auf der die Kinder ihre Schlafsäcke ausbreiten.

Bereits die Elterninitiative "Kleine Wunder" hatte versucht, den Zschonergrund im Rahmen eines Kitaprojektes in der Zschoner Mühle zu nutzen. Dies scheiterte jedoch bisher an vielfältigen Anträgen und der Möglichkeit einer Notunterkunft bei schlechtem Wetter. Diesem Problem begegnet die ASB-Kita pragmatischer, da ihr Haupthaus nur einen Kilometer entfernt liegt.

Doch dies ist grundsätzlich nur als Treffpunkt und Frühstücksplatz für die Naturgruppe gedacht. Mittagessen und Vesper werden per Bollerwagen zum Basislager transportiert. Aus Plastikgeschirr wird das Essen gelöffelt, bevor die Kinder eine freiwillige Mittagsruhe antreten können. Sanitäre Einrichtungen gibt es im Gebiet der Gruppe nicht. Die Kinder gehen mit einer Schaufel in das Naturschutzgebiet im Grund. Die Hände werden mit biologisch abbaubarer Seife in der Zschone gewaschen.

Ziel der Gruppe ist es, das Immunsystem der Kleinen durch die permanente Konfrontation mit der Natur zu stärken. Kinder, die sich ständig an der frischen Luft aufhalten, sind wesentlich robuster als ihre Altersgefährten, die überwiegend in Gebäuden spielen, haben Studien gezeigt.

Dominik trägt eine Pfeife an seiner neongelben Warnweste. "Wenn ich von einem Baum erschlagen werde, können die anderen Hilfe holen", meint er. Die Notfallpfeife wird auch zum Trainieren der Entfernung von den Betreuern genutzt. Sicherheit muss groß geschrieben werden, woran sich auch das nachhaltige Aufsichtskonzept der Betreuer orientiert.

Für Auskünfte zur Naturgruppe steht die Kita gern zur Verfügung.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 23.04.2014

Claudia Hönicke

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