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Kinderschlaflabor im Krankenhaus Neustadt weiht neue Plätze ein

Kinderschlaflabor im Krankenhaus Neustadt weiht neue Plätze ein

Etwas skeptisch betrachtet die kleine Isabelle Weise (3) die vielen Schläuche, die der Doktor ihr gerade auf den Bauch klebt. Das Bett, in dem sie von Dr. med. Stephan Eichholz, Oberarzt des Kinderschlaflabors, verkabelt wird, ist einer der zwei neu eingerichteten Schlafmessplätze auf der Kinderstation im Krankenhaus Neustadt, die seit einer Woche in Betrieb sind.

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Was sind denn das für Kabel? An einem der neuen Schlafmessplätze klebt Oberarzt Dr. Stephan Eichholz der dreijährigen Isabell Weise Elektroden auf.

Quelle: C. Juppe

Damit verfügt die Schlafdiagnostik nun über vier mit der neuesten Technik ausgestattete Plätze. Finanziert wurde die Anschaffung zur Hälfte durch die Dresdner Kinderhilfe e.V. über die Spendenaktion "Dresdner helfen Dresdnern" der DNN. "Wir freuen uns sehr, durch die Spenden unser Angebot in der Schlafdiagnostik verbessern zu können", betont Chefarzt Dr. Georg Heibner. In den letzten Jahren sei die Schlafforschung immer weiter in den Vordergrund gerückt und es sei wichtig, auch technisch auf dem neuesten Stand zu sein. Bereitgestellt wurden die Geräte von der Firma Saegeling für Medizintechnik aus Heidenau, die seit über 20 Jahren Schlaflabore ausstattet, unter anderem auch das im Uniklinikum.

Obwohl es sich für Isabelle hier nur um eine Vorführung handelt, kommt die Situation dem "Erstfall" doch ziemlich nahe. "Beim Verkabeln und Einschlafen dürfen die Eltern noch dabei sein, das beruhigt die Kleinen", erklärt Eichholz. Dann jedoch werden sie allein gelassen und von Computermonitoren aus überwacht. Über der Tür hängt eine Überwachungskamera mit Infrarotlampe, welche die Bewegungen im Schlaf aufzeichnet. Über ein Mikrofon sollen außerdem Geräusche wie Schnarchen aufgezeichnet werden. Die meisten Signale jedoch erfassen die über den Körper verteilten Elektroden. Sie geben unter anderem durch Messung von Hirnströmen, Atmung, Augenbewegung und Sauerstoffsättigung im Blut Aufschluss über die Schlafphasen. Auf Basis dieser Ergebnisse könne dann eine Diagnose gestellt werden. "Gerade bei Kleinkindern werden Schlafstörungen oft lange nicht festgestellt. Die daraus folgende Unkonzentriertheit oder Hyperaktivität wird fälschlicherweise häufig mit ADHS verwechselt", warnt der Oberarzt. "Durch regelmäßige Rituale jedoch kann Schlafen gelernt werden." rei

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 19.03.2014

Mareike Hauff

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