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Kellner gehen auf die Straße: Demo besiegelt Streikende gegen Neustadt-Kneipe Trotzdem

Kellner gehen auf die Straße: Demo besiegelt Streikende gegen Neustadt-Kneipe Trotzdem

Der Streikposten vor der Kneipe „Trotzdem“ an der Alaunstraße in der Äußeren Neustadt ist geräumt. Die drei gekündigten Kellner, die sich vier Wochen allabendlich gemeinsam mit ihren Mitstreitern von der Anarcho-Gewerkschaft Freie Arbeiter Union (FAU) vor ihrer ehemaligen Arbeitsstätte protestierten, geben ihren Arbeitskampf auf, da die „Trotzdem“-Inhaberin Johanna Kalex zu keinen Gesprächen bereit sei, so der ehemalige Kellner Wolf Meyer.

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Am Donnerstagabend zogen die FAU-Aktivisten jedoch noch einmal durch die Neustadt, um auf ihr Anliegen aufmerksam zu machen.

Quelle: Hauke Heuer

Der Streit soll nun vor dem Arbeitsgericht fortgesetzt werden.

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Der Streik gegen das "Trotzdem" wurde mit einer Demo beendet.

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Am Donnerstagabend zogen die FAU-Aktivisten jedoch noch einmal durch die Neustadt, um auf ihr Anliegen aufmerksam zu machen. Unter dem Titel „So geht‘s nicht weiter in der Gastro!“ demonstrierten rund 50 Teilnehmer gegen die prekären Arbeitsbedingungen im Gaststättengewerbe. „Uns geht es darum zu zeigen, dass nicht nur im „Trotzdem, sondern auch in vielen anderen Lokalen Arbeitnehmer schlecht bezahlt werden und jederzeit gekündigt werden können“, sagt Wolf. Die FAU, die nicht wie andere Gewerkschaften ganze Branchen vertritt, sondern eher kleinteilig strukturiert ist, versucht in Dresden und perspektivisch auch im gesamten Bundesgebiet, Pauschalkräfte in der Gastronomie als Mitglieder zu gewinnen und sich für deren Interessen einzusetzen. Die Forderungen der Gewerkschaft: ein Mindestlohn von 8,50 Euro, voller Kündigungsschutz für Pauschalkräfte sowie bezahlter Urlaub.

Für die Wirtin des „Trotzdem“ Kalex ist der Protest gegen ihren Betrieb ein Alptraum. Sie sehe sich einem massiven „Shitstorm“ ausgesetzt, erklärte sie in der vergangenen Woche gegenüber der DNN. Den Kellnern sei gekündigt worden, weil regelmäßig Geld und Schnaps verschwunden und der Täter nicht auszumachen gewesen sei. Die ehemaligen Mitarbeiter werfen der Wirtin vor, die Kündigungen ausgesprochen zu haben, weil sie einen Bekannten als Vollzeitkraft einstellen wolle.

Das Pikante an der Situation: Kalex ist in der äußeren Neustadt als bekennende Anarchistin bekannt, die sich insbesondere in der Wendezeit politisch engagierte. Das „Trotzdem“ gilt als beliebter Treff der linken Szene. So hat es sich die Wirtin nicht nur mit ihren ehemaligen Mitarbeitern, sondern auch mit einem Teil ihrer Stammkundschaft verscherzt.

Hauke Heuer

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