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Keine Gaststätte für den Kulturpalast

Keine Gaststätte für den Kulturpalast

Im Dresdner Kulturpalast gibt es nach dem über 80 Millionen Euro teuren Umbau wohl keine öffentliche Gaststätte. Wie Stadtsprecher Karl Schuricht gestern auf DNN-Anfrage bestätigte, ist "eine Vollgastronomie mit der Funktion eines Restaurants nicht vorgesehen".

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Diese Fotografie zeigt das Kulturpalast-Restaurant zur Eröffnung 1969.

Quelle: web

Stattdessen sei eine interne Kantine geplant, zu der aber nur Mitarbeiter des Hauses Zutritt haben, etwa die Musiker der Dresdner Philharmonie und gebuchte Gastkünstler.

"Die Gastronomie für die Besuchergruppen erstreckt sich auf ein Catering rund um die Veranstaltungen im Konzertsaal und im Kabarett, Automaten im Bibliotheksfoyer und gegebenenfalls ein Getränke- und Snackangebot in den Randbereichen des Erdgeschosses", so Schuricht. Mit dieser Planung knüpft die Stadt nicht an die Geschichte des Kulturpalastes an. Denn von 1969 bis 2007 existierte hier eine öffentliche Gaststätte. "Platz für ein Restaurant hätten wir im Kulturpalast und es würde die Qualität des Hauses massiv fördern", findet Stadträtin Gerit Thomas (Grüne). "Schließlich ist es doch erklärtes Ziel, dass der Kulturpalast im Zentrum unserer Stadt über die Philharmonie hinaus den ganzen Tag über Menschen anziehen soll."

Gerit Thomas plädiert zusätzlich zur klassischen Gastronomie für eine Art Literaturcafé, um auch im Bereich der Haupt- und Musikbibliothek Aufenthaltsqualität zu schaffen. "Die Stadt Dresden investiert derzeit so viel Geld in ihre Kulturprojekte und am Ende stellen wir dort Snack-Automaten auf? Das ist doch einfach nur peinlich", ärgert sie sich. Der Fraktionschef der Linken im Stadtrat, André Schollbach, pflichtet ihr in diesem Punkt bei: "Snack-Automaten - wie kulturvoll! Da fehlen nur noch mobile Bockwurstverkaufsstände."

Das zum Schluss wenig nachgefragte alte Kulturpalast-Restaurant wurde seinerzeit auch als Tagungsraum genutzt. "Die Gaststätte lag innerhalb des Hauses ziemlich versteckt, was sicherlich ein Nachteil war. Aber im Moment haben wir doch das Zepter in der Hand und können von Grund auf anders planen. Ich verstehe einfach nicht, wieso die Stadt zum jetzigen Zeitpunkt die Möglichkeit einer Restaurantfläche ohne Not einfach ausschließt", erklärt Thomas.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 27.02.2014

Christoph Stephan

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