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Kein Telekom-Geld für Dresdner Fernsehturm: Aktionäre wollen lieber Dividende

Kein Telekom-Geld für Dresdner Fernsehturm: Aktionäre wollen lieber Dividende

Die unendliche Geschichte um die Wiederbelebung des Wachwitzer Fernsehturms geht in eine neue Runde: Am Mittwochabend hat der Ortsbeirat Loschwitz einen Antrag der Fraktion „Bündnis Freie Bürger“ mit knapper Mehrheit befürwortet.

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Der Dresdner Fernsehrturm

Quelle: dpa

Er sieht vor, die Gründung einer zeitlich befristeten kommunalen Stiftung zu prüfen, um den Fernsehturm als Ausflugsziel wieder zu beleben. Außerdem solle Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) versuchen, den Freistaat einzubinden. Mehrheitlich abgelehnt wurde indes ein FDP-Antrag, in dem es im Kern auch darum ging, den Turm der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

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World Trade Center: 55 Meter

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Derweil ist der Versuch des Dresdner Links-Stadtrates und Kleinaktionärs Tilo Kießling gescheitert, einen Teil der Telekom-Gewinne in die Wiederbelebung des Fernsehturms umzuleiten. Auf der Hauptversammlung des Konzerns im Köln stimmten die anderen Anteilseigner dafür, die Profite lieber in eine Dividenden-Auszahlung zu stecken.

Kießling will sich davon indes nicht entmutigen lassen und „der Telekom weiter auf die Nerven gehen“, wie er ankündigte. „Wir müssen auch weiterhin über die Verantwortung der Telekom AG beim Erhalt der Fernsehtürme im Land sprechen. Die jährlich stattfindenden Hauptversammlungen sind dafür auch weiterhin ein gutes Podium.“

Denn das Interesse der Dresdner, auf dem Wachwitzer Wahrzeichen wieder die Aussicht zu genießen und in lichter Höhe Kaffee zu trinken, bleibt offensichtlich groß: Zuletzt hatte der Förderverein Fernsehturm Dresden im April in einer Online-Petition über 11.000 Unterstützerunterschriften dafür gesammelt.

„Es gibt mittlerweile eine geradezu unglaubliche Erwartungshaltung unter den Dresdnern“, meinte denn auch SPD-Ortsbeirat Uwe Detemple. Das mit der Wiederbelebung verbundene unternehmerische Risiko jedoch sei keiner bereit zu tragen. Schätzungen zufolge sind über acht Millionen Euro nötig, um den 1969 erbauten Fernsehturm wieder kommerziell nutzen zu können. Dafür braucht es unter anderem neue Personenaufzüge, Klima- und Raumlufttechnik, Betreiberausstattung und Inneneinrichtung fürs Café, Sanitäranlagen und neue Fenster im öffentlichen Bereich. Außerdem müssten die Eingangshalle und die Außenanlagen saniert werden.

Hans-Jürgen Burkhardt von den Linken gab zu bedenken, dass auch die Verkehrsanbindung nicht die beste sei. „Wie sollen die Leute von der Pillnitzer Landstraße hochkommen?“, fragte er im Ortsbeirat. Zudem würden die Parkplätze für die Ausflügler, die mit dem Auto von Gönnsdorf über die Fernsehturmstraße kommen, nicht reichen.

Zur Erinnerung: Bereits 2008 hatte sich der Stadtrat mit großer Mehrheit für den Fernsehturm ausgesprochen und beschlossen, dass die Stadt etwas zur Wiederbelebung beitragen soll. Seither ist allerdings nicht viel geschehen. Der Dresdner Fernsehturm wurde 1963–69 gebaut und ist 252 Meter hoch. Bis zur Wende beherbergte er ein zweistöckiges Restaurant. Seit 1991 nutzt die Telekom den Turm nur noch für technische Zwecke.

Katrin Richter und Heiko Weckbrodt

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