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Kein Geld für die Gesellschafter der Sächsischen Dampfschiffahrtsgesellschaft

Kein Geld für die Gesellschafter der Sächsischen Dampfschiffahrtsgesellschaft

Die "Sächsische Dampfschiffahrtsgesellschaft" (SDG) ist auf Kurs. Geschäftsführerin Karin Hildebrand, die das Ruder des Unternehmens Ende 2013 übernommen hatte, ist es gelungen, die Traditionsfirma wieder in ruhiges Fahrwasser zu steuern.

Davon hat die Chefin am Freitag die Gesellschafter der Unternehmens überzeugt. Doch die gute Nachricht ist mit einer schlechten verbunden: Eine Dividende bekommen die Anteilseigner nicht.

Denn das vergangene Jahr war kein erfreuliches Jahr, die SDG ist in die Miesen gerutscht. Karin Hildebrand hält das Geld zusammen und sieht keinen Spielraum für "Geschenke". Das wurde den Gesellschaftern bereits Mitte Juni angekündigt, als sie zusammen mit der Einladung zu dem Treffen am Freitag eine Kurzversion des Jahresabschlusses für 2013 zugeschickt bekamen. "Ich habe das schon so oft wiederholt, dass es jeder wusste", erklärt sich die Flottenchefin selbst, dass diese Entscheidung "relativ entspannt" aufgenommen wurde. Das Unternehmen hat 2013 knapp 1,5 Millionen Euro Verlust gemacht.

Hauptursache waren drastisch gesunkene Passagierzahlen. Zählte die "Dampfschiffahrt" 2012 noch 630 000 Fahrgäste, waren es im vergangenen Jahr nur 499 000. Das ist ein Minus von mehr als 20 Prozent. Großen Anteil an diesem Rückgang hatte das üble Wetter im Frühjahr, Ostern fiel 2013 praktisch ins Wasser. Danach kam das Juni-Hochwasser und verhagelte die Jahresbilanz der "Dampfschiffahrt" vollends. Schließlich wurden sogar Linien gestrichen - zu wenig Passagiere, entschied der damalige Flottenchef Sebastian Meyer-Stork. Im November musste er seinen Hut nehmen.

Karin Hildebrand und ihrer Familie gehören 24 Prozent der Firma. Anfang April kündigte sie an, dass sie den Verlust aus dem vergangenen Jahr so schnell wie möglich wieder wettmachen will, am besten schon 2014. "Was ich da so locker vom Hocker gesagt habe, klappt nicht", muss sie eingestehen, ihr Ziel sei zu ambitioniert gewesen. Immerhin: Einen mittleren sechsstelligen Betrag des Millionenverlusts werde die Flotte bis zum Jahresende wieder "eingespielt" haben, ist sie überzeugt.

So bleibt genug Spielraum für den geplanten Umzug, den die Gesellschafter am Freitag abgesegnet haben. Das Unternehmen zieht vom Eckhaus Hertha-Lindner-Straße/Schweriner Straße näher ans Terrassenufer. Neues Domizil soll das türkisfarbene Neubauhaus am Georg-Treu-Platz sein. Dort, praktisch auf der Rückseite der Brühlschen Terrasse, zieht die "Dampfschiffahrt" zusammen mit der Firma "Elbezeit" ein. Dabei handelt es sich um eine SDG-Tochter, bei der Karin Hildebrand die Geschäfte gemeinsam mit Jeffrey Pötzsch führt. Die "Elbezeit" ist in erster Linie für die Gastronomie auf den Schiffen zuständig.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 07.07.2014

Christoph Springer

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