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Kay Natusch möchte das brasilianische Capoeira auch den Kleinen nahebringen

Kampfkunst für Körper und Geist Kay Natusch möchte das brasilianische Capoeira auch den Kleinen nahebringen

Wenn Kay Natusch seine Schützlinge zum Kreis zusammenruft, heißt es nicht nur „Spiel, Spaß und Bewegung“. Der 38-Jährige unterrichtet die brasilianische Kampfkunst Capoeira und hält große Stücke auf das pädagogische Grundkonzept hinter dieser Sportart.

Immer im Rhythmus – das wichtigste beim brasilianischen Capoeira sind eine gute Koordinationsfähigkeit und Körperkontrolle.

Quelle: D. Flechtner

Dresden. Wenn Kay Natusch seine Schützlinge zum Kreis zusammenruft, heißt es nicht nur „Spiel, Spaß und Bewegung“. Der 38-Jährige unterrichtet die brasilianische Kampfkunst Capoeira und hält große Stücke auf das pädagogische Grundkonzept hinter dieser Sportart. „Capoeira schult das Bewusstsein für soziale Gruppengefüge und andere Kulturen. Es verbindet Musik, Gesang, Spiel und Kampfkunst“, so der Trainer.

Capoeira kann als eine Art Strategiespiel verstanden werden, bei dem zwei Spieler mit Kreativität und Geduld Situationen des Angriffs und der Verteidigung kreieren, um ihr Gegenüber immer wieder herauszufordern. Wichtige Grundlage bildet die Musik, welche im Einklang mit den dazu ausgeführten Bewegungen steht.

In der „Roda“ (portugiesisch für Kreis) versammeln sich die Teilnehmer, um mit Klatschen, Instrumenten und Gesängen einen Rhythmus vorzugeben. Die zwei Kämpfer im Kreisinneren bewegen sich zum Rhythmus und führen den Kampftanz aus. „Koordination, Konzentration und Körperbeherrschung spielen dabei eine große Rolle – auch schon bei den Kleinen“, ergänzt der Trainer.

So sei Capoeira, ein „Frage-Antwort-Spiel in möglichst akrobatischer Form“. Laut dem Trainer können sich die Kinder durch die Verbindung von Musik, Gesang, Kampfkunst und sozialen Elementen auf unterschiedlichen Ebenen gleichzeitig entwickeln. Deshalb hat sich der 38-Jährige in den letzten Jahren vorwiegend auf das sogenannte „Capoeira Angola“ spezialisiert. Dabei handelt es sich um die ursprüngliche Form des Kampftanzes.

Im Gegensatz zur anderen Hauptform „Capoeira Regional“, ist diese Variante kunstvoller und verspielter. „Die Ästhetik steht mehr im Vordergrund“, so Natusch. Capoeira Angola wurde während der Kolonialzeit in Brasilien von afrikanischen Sklaven praktiziert und weiterentwickelt. „So haben sich die Sklaven auf ihre Aufstände vorbereitet“, erklärt der Capoeira-Trainer.

Ziel sei es auch damals schon gewesen, sein gegenüber im Kreis herauszufordern und dadurch besser zu machen. „Die Kampfkunst steht seit dem auch für sozialen Zusammenhalt und Respekt vor anderen Menschen“, ergänzt Natusch. Seine Liebe zu der brasilianischen Kampfkunst entdeckte der 38-Jährige während einer Südamerika-Rundreise im Jahr 2000. In seiner Heimat Görlitz unterrichtete anschließend mehrere Jahre vorwiegend Erwachsene.

Seit zwei Jahren ist er nun in Dresden und begann kürzlich damit, ein umfangreiches Capoeira-Angebot für Kinder aufzubauen. „Ich habe selbst zwei Söhne und sehe deren positive Entwicklung durch Capoeira“, so Natusch. Aktuell bietet der 38-Jährige zwei offene Kurse an der 106. Oberschule in Pieschen und im Putjatinhaus in Leuben an. „Ich empfehle die Kurse ab einem Alter von sieben Jahren, da Capoeira schon ein weinig anspruchsvoll ist. Die Kinder benötigen ein gewisses Maß an Körperbeherrschung und Koordinationssinn“, ergänzt der Kampfkunst-Lehrer.

Von Sebastian Burkhardt

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