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Kaum Protest gegen Pegida-Geburtstag in Dresden

Hoffen auf Montag Kaum Protest gegen Pegida-Geburtstag in Dresden

Kaum 400 Menschen sind am Sonntag gegen den Pegida-Geburtstag in Dresden auf die Straßen gegangen. Weder die Demo der Gruppe „Kaltland Reisen“ noch die des Studentenrates der HTW Dresden konnten nennenswert Teilnehmer anlocken. Nun hofft die Stadt auf ein deutliches Zeichen am Montag.

Der Protest gegen Pegida hielt sich am Sonntag in engen Grenzen

Quelle: DNN

Dresden. Kaum 400 Menschen sind am Sonntag gegen den Pegida-Geburtstag in Dresden auf die Straßen gegangen. Weder die Demo der Gruppe „Kaltland Reisen“ noch die des Studentenrates der HTW Dresden konnten nennenswert Teilnehmer anlocken. Nun hofft die Stadt auf ein deutliches Zeichen am Montag.

Die Demonstration von Nope und Kaltland startete am Wiener Platz vor dem Hauptbahnhof. Laut der Initiative „Durchgezählt“ beteiligten sich rund 200 Menschen an dem Protestmarsch, der durch die Seevorstadt bis zum Postplatz führte. Hier sollte, den Auflagen entsprechend, die Abschlusskundgebung stattfinden. Dennoch ließ die Versammlungsbehörde die Demonstration bis zum Taschenbergpalais weiterziehen, so dass ein Protest in Hör- und Sichtweite zu Pegida möglich war.

Die hauptsächlich von Linken besuchte Demonstration blieb relativ friedlich. Lediglich vor dem Taschenbergpalais kam es zu kleineren Auseinandersetzungen. So setzte die Polizei ein Dutzend Rechtsextreme aus dem Umfeld der Freien Aktivisten fest. Tommy Robinson, Pegida-Redner und Gründer der islamfeindlichen British Defence League, verschaffte sich Zugang zur Demonstration und wurde unter lautem Protest von der Polizei wieder herausgeleitet. Felix Friebel, ein bekanntes Mitglied der NPD-Jugendorganisation JN, zeigte eine junge Frau an, weil diese ihn geschubst haben soll. Einige Rechtsextreme fotografierten vom Dach des Zwingers Demonstrationsteilnehmer. Als sich diese ebenfalls aufmachten, das Dach zu besteigen, musste die Polizei einschreiten und die Situation beruhigen.

Der Pegida-Geburtstag und die Gegendemos am 16. Oktober in Dresden. Mehrere Fotografen waren bei den Versammlungen mit dabei und zeigen die wichtigsten Eindrücke vom Demo-Tag in Dresden.

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Ruhiger blieb es bei der zweiten Demo des Studentenrates der HTW, die von der Hochschule aus über die Prager Straße und den Altmarkt zum Postplatz zog. „Durchgezählt“ sprach von höchstens 130 Menschen, darunter Sachsens Linken-Chef Rico Gebhardt. Die Demo, die von linken Gruppen und der MLPD dominiert war, verlief störungsfrei. Die Anmelder zeigten sich trotzdem nicht zufrieden. Mehr als 18.000 Studenten und Hochschulmitarbeiter hätten die Einladung bekommen, und kaum einer hatte sich beteiligt.

Zu den zwei geplanten Demos gesellte sich eine spontane Kundgebung auf dem Schloßplatz, der sich zeitweise ein Großteil der rund 400 Gegendemonstranten anschloss. Ein Teil der Demonstranten pendelte mehrfach zwischen den Kundgebungen am Taschenberg und Schloßplatz hin und her. Nach dem Ende der Pegida-Kundgebung zog ein Großteil der Gegendemonstranten vom Taschenberg über Theaterplatz und Schloßplatz in die Neustadt.

Nach den geringen Teilnehmerzahlen am Sonntag hoffen viele Dresdner nun am Montag auf ein deutlicheres Zeichen. Ab 16 Uhr lädt „Herz statt Hetze“ zu zwei Demonstrationen ab TU Dresden und ab Bahnhof Neustadt ein, beide Versammlungen treffen sich am Pirnaischen Platz, um gemeinsam zum Postplatz zu ziehen. Die Anmelder hoffen auf rund 5000 Teilnehmer.

Ab 17 Uhr lädt Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) zudem zu einem Bürgerfest auf den Neumarkt.

sl/hh

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