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Kaufkraft der Sachsen schwächelt - Dresden und Chemnitz sind im Freistaat top

Kaufkraft der Sachsen schwächelt - Dresden und Chemnitz sind im Freistaat top

Theoretisch soll jeder Deutsche in diesem Jahr fast 550 Euro mehr in der Tasche haben als 2013 - doch die Sachsen werden von dem Geldsegen kaum etwas spüren. Die ernüchternde Prognose der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) lautet: Der Freistaat hinkt - wie ganz Ostdeutschland - hinter der bundesweiten Kaufkraft kräftig hinterher.

Lichtblicke gibt es allein in den Großstädten sowie deren "Speckgürteln". Die höchste Kaufkraft haben in Sachsen die Dresdner, die in diesem Jahr laut GfK-Prognose pro Kopf 19 043 Euro ausgeben können - unter anderem für Miete und Nebenkosten, Wasser und Strom, Lebensmittel und Bekleidung, Sparen und Versicherungen. Doch damit liegt selbst die Landeshauptstadt deutlich unter dem bundesweiten Durchschnitt von 21 179 Euro und kommt unter den 402 Stadt- und Landkreisen gerade mal auf Rang 304.

In ähnlichen finanziellen Regionen bewegen sich Leipzig (17 968 Euro, Rang 341), der Kreis Leipzig (18 080 Euro, Rang 339) und Chemnitz (18 399 Euro, Rang 326). Schlusslicht in der gesamten Bundesrepublik ist der Kreis Görlitz (16 030 Euro); kaum besser sieht es im Erzgebirgskreis aus (16 416 Euro). "Ostdeutschland arbeitet sich zwar - wenn auch nur langsam - in einigen Gegenden an das West-Niveau heran. Ländliche Gebiete haben es aber aufgrund arbeitsmarktstruktureller Umstände schwer", erklärt GfK-Sprecherin Cornelia Lichtner. In der Kaufkraft-Prognose für die Bundesländer, die von Hamburg und Bayern angeführt wird, liegen nur noch Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern hinter dem Freistaat.

Dem steht gegenüber, dass das Preis-Niveau kaum geringer als ist im Westen Deutschlands. Im vergangenen Jahr betrug die Teuerungsrate in Sachsen 1,6 Prozent. Städte wie Dresden oder Leipzig erreichen schon jetzt 95 Prozent des Preisniveaus vergleichbarer westdeutscher Regionen. Nur auf dem Land gibt es noch Unterschiede zwischen 10 und 15 Prozent.

"Die Lebenshaltungskosten sind im Osten zwar etwas geringer als im Westen - die Differenz reicht aber nicht aus, um die vergleichsweise niedrigen Löhne zu kompensieren", macht Martin Rosenfeld, Stadtökonom am Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH), klar. Es lasse sich zwar ein Aufhol­prozess feststellen, davon können aber nicht alle Regionen gleichermaßen profitieren."

Das sieht auch Joachim Ragnitz, Direktor des Ifo-Instituts Dresden, so: "Die Kaufkraft in Sachsen, und in ganz in Ostdeutschland, wird sich in den nächsten Jahren nicht wesentlich erhöhen." Die stark alternde und schrumpfende Bevölkerung führe hier zum Verlust von Kaufkraft: Einerseits steigen die Löhne - andererseits die Zahl von Beziehern kleiner Renten. Auch Martin Rosenfeld warnt: "Es wird künftig nicht wenige Rentner geben, denen Altersarmut droht."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 13.01.2014

ski

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