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Karstadt macht Dresden zum Versuchslabor - Warenhaus erhält Sonderstatus

Karstadt macht Dresden zum Versuchslabor - Warenhaus erhält Sonderstatus

Der Warenhauskonzern Karstadt will sein Kaufhaus in Dresden zu einem von bundesweit drei Standorten mit Sonderstatus machen. In ihnen wolle der Konzern künftig Innovationen testen, bevor sie auch in den anderen 80 Warenhäusern umgesetzt werden, berichtet die Süddeutsche Zeitung.

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Den Karstadt-Mitarbeitern drohen weitere schmerzhafte Einschnitte.

Quelle: dpa

Der Plan sei Teil eines 32-seitigen Strategiepapiers, das als streng vertrauliche Vorlage bereits im Aufsichtsrat beraten worden sei. Dresden ist dabei die einzige Ost-Filiale im Kreis der Experimentierhäuser: Die anderen beiden sind in Hamburg und München.

Alle anderen Filialen sollen dem Konzept zufolge in zwei Klassen geteilt werden: acht sogenannte Kopffilialen, denen die anderen Standorte dann jeweils als „Anhängefilialen“ unterstellt werden.

Nur die drei Experimentierhäuser bleiben als „Direktfilialen“ außen vor. Leipzig und Erfurt dagegen sind in dem Konzept nur noch als Anhängefilialen vorgesehen, die nächstgelegenen Kopffilialen wären Berlin, Nürnberg und Braunschweig. Hintergrund könnten die Eigentumsverhältnisse sein: Das Dresdener Warenhaus in der Prager Straße gehört zu den Immobilien, die sich der neue Karstadt-Eigner René Benko bereits vor seinem Einstieg bei der Betreibergesellschaft gesichert hatte.

Beim Personal soll dem Bericht zufolge kräftig gestrichen werden: Von den derzeit noch fast 9.500 Stellen in den Warenhäusern sollen fast 1.300 gestrichen werden, berichtet auch der „Nordbayerische Kurier“. Als Grundbesatzung sei dann nur noch ein Mitarbeiter pro Etage vorgesehen, heißt es. Schreibwaren etwa sollten künftig weitgehend ohne Verkaufspersonal angeboten werden. In der Zentrale in Essen soll sogar jeder vierte Mitarbeiter gehen, insgesamt dadurch 2.000 Stellen wegfallen. Die Personalkosten sollen am Ende um 64 Millionen auf 304 Millionen Euro sinken.

Einschnitte soll es laut Verdi auch bei den Mitarbeiter gegen, die ihren Job behalten: 1.100 Verkäufer sollten künftig zu Regaleinräumern heruntergestuft werden – und 300 Euro weniger erhalten. Meldungen, dieser Teil der Belegschaft solle künftig nur noch nach Logistik-Tarif bezahlt werden, wies Karstadt gestern aber ausdrücklich zurück. Das sei schlicht falsch. „Es besteht nicht die Absicht, dass Mitarbeiter von Karstadt nach Tarifen der Logistikbranche bezahlt werden“, ließ Karstadt gestern über seinen Anwalt mitteilen. Zu den übrigen Meldungen machte das Unternehmen keine Angaben.

Frank Johannsen

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