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Kampf um Allee Bautzner Straße geht in neue Runde - Dresden Grüne pflanzen Baum

Kampf um Allee Bautzner Straße geht in neue Runde - Dresden Grüne pflanzen Baum

Der eine hält es für unüberlegten Aktionismus, der andere freut sich, dass nicht nur geredet wird, sondern Taten folgen. An der Bautzner Straße tobt seit Jahren ein Kampf um die Straßenbäume.

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Die Grünen-Stadträte Elke Zimmermann und Torsten Schulze bei der Pflanzung.

Quelle: Christian Juppe

Dieser ging am Mittwoch in eine neue Runde. Denn im Vorfeld des heutigen Tages des Baumes pflanzten Stadträte der Grünen, wie genau ein Jahr zuvor auch, einen Götterbaum in eine der seit Jahren verwaisten Baumscheiben – und zwar ohne Genehmigung der Stadt.

Ziel des zivilen Ungehorsams ist, den Fortbestand der Allee Bautzner Straße zu sichern. Denn die Zahl der Kastanien auf beiden Seiten der Straße nimmt seit Jahren ab. 51 leere Baumscheiben hat Dr. Susanne Lerm, die Geschäftsführerin der Grünen-Stadtratsfraktion, gezählt. Deshalb werde in bürgerschaftlichem Engagement immer wieder nachgepflanzt. „Über 30 junge Bäume dürften es inzwischen sein“, schätzt Susanne Lerm. Von den gespendeten und eingebuddelten Bäumchen hat jedoch bislang nur einer überlebt: der genau vor einem Jahr gepflanzte Götterbaum, ein paar Meter vom jetzigen Standort an der Einmündung Nordstraße entfernt. Alle anderen ungenehmigt gepflanzten Bäume wurden wieder entfernt.

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Die Rothenburger Straße mit Blick auf die Kreuzung Bautzner Straße.

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Grundsätzlich möchte auch die Stadt, dass an der Hauptverkehrsader in Zukunft weiter Bäume grünen. Das wird aus dem Rathaus immer wieder versichert. Nur über den zeitlichen Rahmen gibt es da mit den Grünen und vielen Einwohnern der Umgebung erhebliche Differenzen. „Welchen Sinn macht es, jetzt dort Bäume zu pflanzen, wenn wir schon wissen, dass die Straße grundhaft saniert werden soll? Wenn wir jetzt an der Bautzner Bäume nachpflanzen, und müssen sie dann wieder wegnehmen, hat das nichts mit Nachhaltigkeit zu tun und erzeugt bei den Dresdnern auch wieder Frust“, argumentierte Detlef Thiel, der Chef des Amtes für Stadtgrün, schon vor einem Jahr gegenüber DNN.

Doch genau diese Argumentation können die Grünen nicht nachvollziehen. „Wann der grundhafte Ausbau der Bautzner Straße erfolgt, steht in den Sternen. Unserer Meinung nach lohnt es durchaus, für zehn oder 15 Jahre eine Zwischenpflanzung vorzunehmen“, so Susanne Lerm. Ihre Fraktion hat deshalb jetzt einen Antrag in den Stadtrat eingebracht. Ziel ist, die Stadt zu Nachpflanzungen zu verpflichten. Und zwar „unverzüglich...im Zuge der Sanierung der Straßenbahngleise“.

Catrin Steinbach

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