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Kamelien aus Sachsen wachsen jetzt auch in der Toskana

Blütenpracht in Dresden-Pillnitz, Pirna-Zuschendorf, Königsbrück und Roßwein Kamelien aus Sachsen wachsen jetzt auch in der Toskana

In Pillnitz, Zuschendorf, Königsbrück und Roßwein blühen die Kamelien und werden wieder Tausende Besucher anziehen. Die Wahlitalienerin Isabel Pacini hat ins Herz der Blüten geschaut und zeigt ihre Gemälde jetzt in Pillnitz. Die Schau ist ein Gruß aus der Toskana. Denn dort gibt es einen Park, in dem jetzt auch Kamelien aus Pillnitz und Zuschendorf wachsen.

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„Ins Herz der Kamelien“ heißt eine Ausstellung mit Gemälden von Isabel Pacini in Pillnitz.

Quelle: PR

Dresden/Pirna. Jetzt ist Kamelienzeit. Seit 20. Februar hat das Kamelienhaus in Dresden-Pillnitz wieder geöffnet. Alljährlich strömen tausende Menschen in die bedeutendste chinoise Schlossanlage Europas, um die weit über 200 Jahre alte botanische Rarität in Augenschein zu nehmen. Die ersten Blüten der ältesten und größten Kamelie ihrer Art in Europa nördlich der Alpen“, wie es von den Staatlichen Schlössern und Gärten Sachsen heißt, sind geöffnet. „Noch kann man die geöffneten Blüten zählen“, gibt der Pillnitzer Gartenmeister Wolfgang Friebel Auskunft. „Aber die Zweige sind voll prall gefüllter Knospen. Nun muss nur noch die Sonne ein bisschen helfen, dann steht das Gehölz wieder in voller Blüte.“ Friebel rechnet damit, dass es Mitte März soweit sein wird.

Ins Herz der Kamelien hat Isabel Pacini geschaut. Ihrer Faszination für die Pflanzen, die auf den Hügeln von Lucca wachsen, gab die Wahlitalienerin in zum Teil großformatigen Gemälden Ausdruck. Zu sehen sind diese bis Ende April im Obergeschoss des Besucherzentrums der „Alten Wache“ von Schloss Pillnitz in einer Verkaufsausstellung. Und das kommt nicht von ungefähr, denn Schloss Pillnitz pflegt enge Kontakte zur Gemeinde Capannori in der italienischen Provinz Lucca in der Toskana.

In der Gegend gibt es viele alte Villen mit prächtigen Gärten, in denen Kamelien wachsen. Die Orte Pieve und S. Andrea di Compito bilden deshalb zusammen das sogenannte Kameliendorf. Seit 1989 findet an drei Wochenenden im März jedes Jahr eine Kamelienblütenschau statt, die alsbald mit geführten Besichtigungen der historischen Villen und ihrer Gärten verbunden wurde.

„Zur Kamelienblütenschau laden die Organisatoren auch immer Fachleute aus anderen Ländern ein, die sich mit den Kamelien beschäftigen. Deswegen sind wir seit elf Jahren mit Pflanzen und Blüten aus Pillnitz und der Kameliensammlung Zuschendorf mit von der Partie“, erfahren wir vom Pillnitzer Gartenmeister.

Heinrich-Schütz-Kamelienareal in der Toskana

Pillnitz und Zuschendorf haben die Italiener zudem beim Aufbau eines Kameliengartens unterstützt. Dieser beherbergt mehr als 1000 verschiedene Sorten. Seit dem vergangenen Jahr gibt es jetzt ein Areal, auf dem eine Auswahl von Kamelien der Seidelschen Sammlung wächst. „Benannt ist der sächsische Gartenteil nach dem Komponisten und Dresdner Hofkapellmeister Heinrich Schütz“, so Wolfgang Friebel.

Zur Eröffnung der Ausstellung von Isabel Pacini in Pillnitz kamen nun Vertreter des italienischen Kameliendorfes zu einem Gegenbesuch nach Dresden. In diesem Zusammenhang gab es auch ein Treffen mit dem Bürgermeister von Pirna. „Vielleicht entwickelt sich ja daraus auch eine fruchtbare Zusammenarbeit“, sagt der Pillnitzer Gartenmeister. Schließlich wird in den Botanischen Sammlungen des Landschlosses Pirna-Zuschendorf u.a. die unter Denkmalschutz stehende Seidelsche Kameliensammlung bewahrt.

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Impressionen aus Pillnitz, Zuschendorf, Königsbrück und der Toskana

Zur Bildergalerie

Auch diese – ergänzt um ausgewählte moderne Sorten und Wildarten – ist vom 5. März bis zum 10. April wieder zu sehen. „Der Knospenansatz auf unserer 1500 Quadratmeter großen Gewächshausfläche ist wie immer vielversprechend. Die darin wachsenden im Durchschnitt hundertjährigen Kamelien bilden längst auch schon kleine Wälder. Die Hauptblüte erwarten wir Ende März; der Kenner liebt aber die Frische und die brillanten Farben der frühen Blüte. Die festlichen Schlossräume gehören wieder über 1000 Einzelblüten, die aus ganz Deutschland zum Wettbewerb eingereicht werden“, so Matthias Riedel, der Leiter der Botanischen Sammlungen.

Ein Duft wie der Hauch einer Fee

Bereits seit Januar blühen die Kamelien nicht nur im Wolfstal in Roßwein, sondern auch im Gewächshaus des Schlosses Königsbrück. Um die kümmert sich seit vielen Jahren der Heimatverein. Drei der Bäume gehören zu den ältesten Kamelien Europas nördlich der Alpen. Neu ist ein duftendes Exemplar, das sich der Heimatverein zugelegt hat und das jetzt zusammen mit 27 eingepflanzten Kamelien und zehn Kübelpflanzen in Königsbrück zu sehen ist. „Der Duft ist so zart wie die rosa Blüte und erinnert an den Hauch einer Fee“, sagt Peter Sonntag. Er ist der Vorsitzende des Heimatvereins Königsbrück.

„Wir haben als einziger der vier sächsischen Kamelienstandorte zwei Hauptblütezeiten“, so Peter Sonntag. „Abhängig von der Witterung natürlich stehen in der ersten Februarhälfte die ganz großen und alten Bäume in voller Blüte.“ Die mittleren Pflanzen und die Kamelien am Spalier liefern voraussichtlich Mitte März eine betörende Blütenpracht.

Wer gern ein kleines Exemplar der Duftkamelien erwerben möchte, kann sich an die Königsbrück-Information unter information@koenigsbrueck.de wenden. Allerdings werden nur noch Bestellungen für 2017 entgegen genommen. „Die Duftkamelien, die wir von einer Coswiger Gärtnerei beziehen, sind für dieses Jahr ausverkauft. Die letzten 40 Exemplare bieten wir am kommenden Sonntag (6. März) an und erfahrungsgemäß sind sie innerhalb von wenigen Minuten weg“, so der Heimatvereinsvorsitzende. Er freut sich, dass die neue Duftkamelie im Schauhaus für eine so große Besucherresonanz gesorgt hat. „Insgesamt rund 600 Pflanzen haben wir verkauft.“ Eintritt kostet der Besuch des Königsbrücker Kamelienschauhauses nicht. Die ehrenamtlichen Mitglieder des Heimatvereins hoffen aber natürlich auf großzügige Spenden, die ihre Arbeit unterstützen.

Kamelienausstellungen

Blüte der Pillnitzer Kamelie im Kamelienhaus Park Schloss Pillnitz in Dresden: noch bis Mitte April (je nach Blühfortschritt) täglich 10-17 Uhr. Eintritt 2 €, ermäßigt 1 €, Gruppen ab 10 Personen 1,50 € p.P.. In diesem Ticket ist zudem der Besuch des Palmenhauses inklusive. Kinder bis 16 Jahre und Jahreskarteninhaber haben freien Eintritt. Wenn ab 1. April Parkeintritt genommen wird, entfällt die Ticketzahlung im Kamelien-/Palmenhaus. Beide Schauhäuser sind dann im „Ticket Park Pillnitz“ inbegriffen (ebenfalls 2 €, ermäßigt 1 €, Gruppen ab 10 Personen 1,50 €). Die Verkaufsausstellung mit Gemälden von Isabel Pacini in der Alten Wache in Pillnitz ist bis 30. April geöffnet, im März 10-17 Uhr, im April 9-18 Uhr.

www.schlosspillnitz.de

Kamelienausstellung Pirna-Zuschendorf, Botanische Sammlungen der TU Dresden, Am Landschloss 6 in Pirna: 1. März bis 10. April. Während des gesamtes Zeitraumes kann man die Kamelienblüte in den Glashäusern bestaunen. Dort ist die Sächsische (Seidelsche) Kameliensammlung mit einer Vielzahl historischer Sorten vor allem des 19. Jahrhunderts auf 1500 m² Schauglasfläche zu sehen. Die Hauptblüte ist Ende März zu erwarten. Vom 5 bis 13. März findet die XIII. Deutsche Kamelienblütenschau im Landschloss statt. Die schönsten Kamelienblüten aus ganz Deutschland werden in besonderen Gefäßen in den festlichen Räumen des Landschlosses präsentiert. Das Publikum wählt die schönste Blüte Deutschlands (in Zusammenarbeit mit der Mitteldeutschen Kameliengesellschaft). Vom 15. März bis zum 10. April geht es mit der XIII. Sächsischen Kamelienblütenschau weiter. Der Übergang von der Sächsischen Kamelienblütenschau zur Azaleenschau wird in der Zeit vom 12. bis 15. April entsprechend der Blühentwicklung fließend gestaltet. Eintritt: 5 € / ermäßigt 4 €. Geöffnet: Dienstag bis Sonntag und feiertags von 10–17 Uhr

www.kamelienschloss.de

Blüte der Kamelien im Geländes des Schlosses Königsbrück: noch bis einschließlich Ostern sonntags 10-17 Uhr

heimatverein.koenigsbrueck.de

Die Kamelie „Alba plena“ in Roßwein ist nach der Pillnitzer Kamelie die Zweitälteste nördlich der Alpen in Europa und ein anerkanntes Kulturdenkmal. Seit 2000 betreut der Heimatverein Roßwein e.V. mit Hilfe der Stadtverwaltung Roßwein das Kamelienhaus im Wolfstal. Neben vielen Kamelien wachsen dort auch andere exotische Pflanzen wie ein Feigenbaum, eine Silberakazie und Palmen. Das Roßweiner Kamelienhaus hat noch bis 27. März Sonnabend und Sonntag 11-16 Uhr geöffnet.

www.heimatverein-rosswein.de

Von Catrin Steinbach

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