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Junge Muslime sprechen mit Dresdnern über ihre Religion und ziehen positives Fazit

Junge Muslime sprechen mit Dresdnern über ihre Religion und ziehen positives Fazit

Islam, IS, Scharia: Rund 30 junge Muslime der islamischen Reformgemeinde „Ahmadiyya Muslim Jamaat“ haben am Sonnabend in der Prager Straße mit Passanten über ihren Glauben gesprochen und Fragen beantwortet.

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Rund 30 junge Muslime haben am Sonnabend in der Prager Straße ihre Religion vorgestellt und Fragen von Passanten beantwortet.

Quelle: Tanja Tröger

„Wir sind hier, um den Dresdnern die Hand zu reichen und eine Plattform für Gespräche zu bieten“, sagte Said Ahmed Arif, islamischer Theologe und Imam aus Berlin. Viele, die vorbeischlenderten, nahmen das Dialogangebot der Männer in den „Muslime für Frieden“-T-Shirts interessiert an.

Die Themen reichten dabei vom Islam selbst und der aktuellen Wahrnehmung der Religion bis hin zu Scharia, der Rolle der Frau und der Asyldebatte. „Wir haben den Leuten erklärt, dass es eine Diskrepanz gibt zwischen der Lehre des Islam und der jetzigen Umsetzung“, so Said Ahmed Arif. „Man soll nicht alle Muslime in einen Topf werfen. Viele Konflikte haben politischen Ursprung, es geht um geographische Interessen und Ressourcen. Aber diese Konflikte werden im Namen des Islam ausgetragen. Wir sind genauso gegen Extremismus wie die Dresdner.“ Die Ahmadiyya-Gemeinde distanziert sich klar von jeglicher Gewalt und setzt auf interreligiösen Dialog.

Gespräche mit Überraschung

„Es war für uns echt erstaunlich, dass die Dresdner sehr offen sind“, lobte Daud Ata, der in der Ahmadiyya-Jugendorganisation für Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich ist. Ein solch großes Interesse für Gespräche habe er bislang weder in Frankfurt noch in Berlin erfahren. „Viele Leute sind mit einem Aha-Erlebnis nach Hause gegangen. Alles ist friedlich verlaufen, und alle fanden gut, dass wir heute hier waren, haben gesagt: Das ist gut, macht weiter so! Das ermutigt uns.“ Lediglich zwei brenzlige Situationen habe es gegeben, als Gruppen Jugendlicher mit Bierdosen auf den Informationsstand zukamen. „Die haben erstmal gepöbelt, aber dann zugehört und sogar genickt“, freute sich Daud Ata.

Da die Jugendorganisation der Ahmadiyya-Gemeinde in der Landeshauptstadt nicht so groß ist, erhielten die Dresdner Unterstützung durch junge Männer aus Hamburg, Bremen, Berlin und Frankfurt. Auch am kommenden Sonnabend wollen sie wieder zwischen 9 und 15 Uhr in der Fußgängerzone Prager Straße stehen.

ttr

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