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Jugendwerkstätten zur beruflichen Bildung in Dresden müssen um Gelder bangen

Jugendwerkstätten zur beruflichen Bildung in Dresden müssen um Gelder bangen

Die Jugendwerkstätten zur beruflichen Bildung in Dresden müssen weiter um die Finanzierung ab September bangen. Möglicherweise können nicht alle weiterhin Gelder aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) erhalten.

Dies geht aus den Fördervorgaben des Freistaats hervor. Die Sächsische Aufbaubank, die über die Förderanträge entscheidet, wollte sich noch nicht festlegen. In der Stadtverwaltung wird an allen drei gefährdeten Projekten festgehalten.

Ursprünglich gab es in Dresden in fünf Jugendwerkstätten Angebote für insgesamt 107 Jugendliche mit problematischen familiären Verhältnissen und ohne Bildungsabschluss, die kaum eine Chance auf dem Ausbildungs- oder Arbeitsmarkt haben (DNN berichteten). 800 000 Euro waren dafür pro Jahr notwendig. Seit Beginn des Jahres standen für 57 Plätze aber keine Mittel mehr zu Verfügung, weil es bei den Geldern aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) Kürzungen gegeben hatte.

Nach einigem Hin und Her einigten sich Stadt und Land auf eine Übergangslösung bis August. In dieser Zeit sollten die Angebote überarbeitet und neue Anträge auf ESF-Gelder gestellt werden. Bangen müssen McMampf (Sächsisches Umschulungs- und Fortbildungswerk), Umkehrschwung (gGmbH) und Profil (AWO), wo derzeit 42 Jugendliche betreut werden. Die Projekte werden auch von der Arbeitsagentur und dem Jobcenter befürwortet, weil die Betroffenen ohne Ausbildung wohl auf längere Sicht mit Geldern aus den Sozialsystemen unterstützt werden müssten.

Nun steckt der Teufel im Detail. Wie Jugendamtsleiter Claus Lippmann gegenüber DNN erklärte, steht nach den Fördervorgaben des Landes "nur ein begrenztes Budget für Bewilligungen für die Übergangsregionen Dresden und Chemnitz in Höhe von insgesamt 900 000 Euro zur Verfügung". Für die Region Leipzig als aus EU-statistischer Sicht stärker entwickelte Region können derzeit gar keine Projekte mehr beantragt werden. Dresden sollte daher einem Projekt Priorität zuweisen.

Das widerspricht laut Lippmann jedoch dem vorhandenen Bedarf. Ein Ranking der einzelnen Vorhaben führe mit hoher Wahrscheinlichkeit zur Ablehnung der nicht vorrangig priorisierten Angebote. Deshalb habe das Jugendamt alle drei Vorhaben befürwortet.

Die Aufbaubank wollte sich nicht festlegen. Eine Höchstzahl an Plätzen oder Projekten gebe es nicht. "Diese ergeben sich aus dem verfügbaren finanziellen Rahmen", hieß es lediglich.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 25.06.2015

Ingolf Pleil

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